Sprüche über Gerechtigkeit
204 Sprüche — Seite 10
Wie mag man tugendhaft und gerecht leben? Wenn man selbst nicht tut, was man an andern tadelt!
— Thales von Milet
Selbst einem gerechten Mandarin fällt es schwer, einen Familienstreit zu schlichten.
Die Tugend ist bei einigen Furcht vor der Gerechtigkeit, bei vielen Schwäche, bei anderen Berechnung.
— Gerard de Nerval
Die Menschenrechte haben kein Geschlecht.
— Hedwig Dohm
Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Gerechtigkeit. Selbsterkenntnis ist die erste Pflicht – gegen die anderen.
— Anton Wildgans
Die Philosophie schweigt, wo die Gerechtigkeit den Verstand verliert
— Denis Diderot
Wer im Leben keine Richter hat, dem zahlt der Tod seine Missetat.
— Georg Rollenhagen
Die Gerechtigkeit hat den Vorrang vor der Wohltätigkeit.
— Herbert Spencer
Die Rachsucht ist die Gerechtigkeit der Gemeinen.
— Hermann Stehr
Seid stolz dem Bösen gegenüber und demütig im Guten, standhaft in der Erfüllung des Rechten und furchtsam vor dem Antlitz der Gerechtigkeit.
— Hermann Stehr
Man soll frei sein, aber man soll gerecht und maßvoll sein.
— Alexandre Vinet
In so manchen Staaten sind alle Bürger vor dem Gesetz gleich; vor dem Gesetz, nicht vor dem Gericht.
— Otto Weiss
Oft ist bei Konflikten der eine Teil formell im Recht, der andere bloß tatsächlich.
— Otto Weiss
Zu den gewandtesten Advokaten dieser Welt gehört das Gewissen.
— Otto Weiss
Gar oft ist ohne Recht zerronnen, was ohne Recht man hat gewonnen.
— Bernhard Freidank
Raum für alle hat die Erde, wer aber gibt jedem die ihm gebührende Zeit?
— Theodor Toeche-Mittler
Je mächtiger man ist, desto eher ist man verpflichtet, gerecht zu sein, und stets bleibt Ehrlichkeit die vorteilhafteste Politik
— Hippolyte Taine
Immer Gerechtigkeit für andere: Mut für uns selbst. Das sind zwei Tugenden, worin alle andern bestehen.
— Rahel Varnhagen von Ense
Weisheit spannt den Willen ab und lässt ihn doch noch stark genug für das Rechte.
— August Pauly
Was ist es doch Schönes und Heiliges um das Recht und wie schmutzig und verworren sind die Wege zu ihm!
— August Pauly