Sprüche über Gerechtigkeit
204 Sprüche — Seite 9
Sieh dir nicht an, wie Diebe ihr Mahl verzehren, sondern wie sie ihre Strafe erleiden.
Etwas ist nicht recht, weil es Gesetz ist, sondern es muss Gesetz sein, weil es recht ist.
— Charles-Louis de Montesquieu
Man lese ein Buch, und lasse es auf sich einwirken, gebe sich dieser Einwirkung hin, so wird man zum richtigen Urteil darüber kommen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Unbestechlichkeit ist nicht an Regeln gebunden.
— Albert Camus
Gerechtigkeit ist Wahrheit in Aktion.
— Joseph Joubert
Juristen sind wie Schuster, die zerren mit den Zähnen das Leder; sie die Rechte, dass sie müssen dehnen.
— Friedrich von Logau
Wer fällt ein Urteil oder kennt den Sachverhalt, bevor er beide Teile klar vernommen hat?
— Euripides
Wenn wir gerechter wären, würden wir zugeben, dass jedes Leben mehr frohe als trübe Sekunden gehabt hat.
— Carl Ludwig Schleich
Gerechtigkeit gibt jedem das Seine, maßt sich nicht Fremdes an und setzt den eigenen Vorteil zurück, wo es gilt, das Wohl des Ganzen zu wahren.
— Ambrosius
Der Gerechtigkeit kommt an sich kein Sinn zu, vielmehr ist sie nur ein im gegenseitigen Verkehr in beliebigen Erdgegenden getroffenes Übereinkommen zur Verhütung gegenseitiger Schädigung.
— Epikur
Die Erfahrung hat gelehrt, dass die Gesamtstimme des Publikums beinahe immer gerecht sei.
— Karl Maria von Weber
Kein Mensch kann einen anderen gerecht tadeln oder verdammen, denn kein Mensch kann einen anderen richtig kennen.
— Thomas Browne
Vorurteil! Das Wort ist nicht übel, wollte nur das Urteil nachkommen.
— Peter Hille
Kinder sind immer egoistisch und die Sache ist die und kommt dadurch wieder in Ordnung, dass ihnen die eigenen Kinder später auch eine tüchtige Nuss zu knacken geben.
— Theodor Fontane
Gerechtigkeit ist die Versicherung, die auf unserem Leben und auf dem Vermögen ruht. Gehorsam ist die Prämie, die wir dafür bezahlen.
— William Penn
Wenn du einen Menschen beurteilst, so beurteile ihn so, wie er war, als du ihn am meisten liebtest.
— Jens Peter Jacobsen
Gerechtigkeit ist eine Maschine, die sich von selbst bewegt, sobald man sie einmal angestoßen hat.
— John Galsworthy
Nicht darin besteht die objektive Gerechtigkeit, dass der Gute, sondern dass das Gute gedeihe, nicht darin, dass der Böse, sondern dass das Böse scheitere.
— Karl Robert Eduard von Hartmann
Wer den ersten Gedanken der Gerechtigkeit hatte, war ein göttlicher Mensch, aber noch göttlicher wird der sein, der ihn wirklich ausführt.
— Johann Gottfried Seume
Immer gewinnt man das rechte Maß zum Handeln, wenn man sich selbst in die Lage des anderen versetzt