Sprüche über Elend
136 Sprüche — Seite 6
Es weiß kein Mensch, wieviel er ertragen kann, bis er von der Notwendigkeit es lernt.
— Ernst Benjamin Salomo Raupach
Wenn der zehnte Teil des Elends, das gefühlt wird, gesehen würde, so müsste uns dieser Anblick mit Grausen durchdringen.
— Edward Young
Bei furchtbaren Schicksalsschlägen das ganz Gewöhnliche tun, das hilft uns über den Abgrund.
— Martin Kessel
Kummer unausgesprochen hat schon manches Herz gebrochen.
Nackt, nass und hungrig werden wir geboren. Danach wird es nur noch schlimmer
Verachtung des Lebens ist leicht in harter Bedrängnis. Tapfer allein ist der Mann, welcher das Unglück erträgt.
— Martial
Wer seinen Kindern gibt das Brot und leidet nachmals selber Not, den soll man schlagen mit der Keule tot.
Das Finden seiner selbst in dunklen Tagen ist meistens mehr Glücksache, als die Menschen gewöhnlich eingestehen wollen.
— Gottfried Keller
Elender ist nichts als der behagliche Mensch ohne Arbeit, das Schönste der Gaben wird ihm Ekel.
— Johann Wolfgang von Goethe
Leid frisst das Herz und auch den Mut.
— Ernst Moritz Arndt
Es ist die größte Lust des Lebens, anderen die Last des Lebens zu erleichtern.
— Paul Keller
Hinter allem menschlichen Leid türmen sich Berge von Unwissenheit, riesige schwarze Wolken falschen Denkens, gespenstische Schwäche des Fleisches.
— John Knittel
Not gibt Gefühl unserer Kraft, unseres Wertes.
— Johann Jakob Engel
Ungebeten spontan geäußerter Rat als Reaktion auf eine Schreckensnachricht vertreibt Mitgefühl und Trost.
— Else Pannek
Der Krieg ist eine Plage, mit der Gott die Menschheit straft.
— Armand Jean du Plessis, Herzog von Richelieu
Mit Menschen in Not soll man nicht diskutieren; man soll ihnen helfen.
— Dr. Carl Sonnenschein
Der Weise mit Hoffnung erträgt die Qualen des Lebens.
— Euripides
Das gesicherte Dasein ist eine Qual, wenn nicht eine Erfüllung dazu kommt.
— Karl Robert Eduard von Hartmann
Die Leidenschaft ermöglicht die besten Beobachtungen und führt zu den elendsten Schlüssen
— Georg Christoph Lichtenberg
Für die Gesundheit und ein langes Leben ohne großen Kummer weiß ich kein besseres Mittel als die Narrheit.
— Michelangelo