Sprüche und Zitate von Wilhelm Busch
248 Zitate — Seite 6
Will das Glück nach seinem Sinn Dir was Gutes schenken, sag Dank, und nimm es hin ohne viel Bedenken. Jede Gabe sei begrüßt, doch vor allen Dingen: Das, worum Du Dich bemühst, möge Dir gelingen …
Ach ich fühl es! Keine Tugend ist so recht nach meinem Sinn; stets befind ich mich am wohlsten, wenn ich damit fertig bin.
Wem zu glauben ist, redlicher Freund, das kann ich dir sagen: Glaube dem Leben; es lehrt besser als Redner und Buch.
Wenn man's versucht, so geht's. das heißt: Mitunter, doch nicht stets.
Unterhaltung besteht meistens nicht darin, dass man selbst etwas Gescheites sagt, sondern dass man etwas Dummes anhören muss.
Wer längst Vergangenes in der Gegenwart aufsuchen möchte, setzt sich meist einer großen Enttäuschung aus.
Der Philosoph wie der Hausbesitzer hat immer Reparaturen.
"Die Zeit ist mir in die Kiepe gestiegen!" sagte Knackstert, da war er alt geworden.
Ein guter Mensch gibt gerne acht, ob auch der andre was Böses macht; und strebt durch häufige Belehrung nach seiner Bess'rung und Bekehrung.
Dumme Gedanken hat jeder, doch der Weise verschweigt sie.
Die Propertät ist sehr zu schätzen, doch kann sie manches nicht ersetzen. Der Mensch wird schließlich mangelhaft. Die Locke wird hinweg gerafft.
Wie wohl ist dem, der dann und wann sich etwas Schönes dichten kann!
So tut die vielgeschmähte Zeit doch mancherlei, was uns erfreut; und, was das Beste, sie vereinigt selbst Leute, die sich einst gepeinigt.
Zu grosse Hast macht ungeschickt.
Der Künstler fühlt sich stets gekränkt, wenn's anders kommt, als wie er denkt.
Der Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung
Leicht kommt man an das Bildermalen, doch schwer an Leute, die's bezahlen.
Wer durch des Argwohns Brille schaut, sieht Raupen selbst im Sauerkraut.
Man ist ja von Natur kein Engel, vielmehr ein Welt- und Menschenkind, und ringsumher ist ein Gedrängel von solchen, die dasselbe sind.
Ein böses Wort läuft bis ans Ende der Welt