Sprüche über Sprache
428 Sprüche — Seite 20
Verworrene Ideen allein machen nicht den tiefen Philosophen; die verworrene Sprache gehört mit dazu; dann erst bleibt er unverstanden und bewundert.
— Emanuel Wertheimer
Höre zu, als brenntest du vor Begierde, selbst das Wort zu nehmen! Sprich, als ob du jeden Augenblick erwartetest, unterbrochen zu werden!
— Franz Edler von Pernwald Schönthan
Wir diskutieren. Als wir noch miteinander sprachen, verstanden wir uns.
— Else Pannek
Worte öffnen Wege. Sie sind der Schlüssel zur Seele und die Brücke zum Nächsten.
— Else Pannek
Man muss viel zuhören und wenig reden, wenn man ein guter Staatsmann sein will.
— Armand Jean du Plessis, Herzog von Richelieu
Der gute Redner wird Vergleiche anwenden und Beispiele vorbringen
— Marcus Tullius Cicero
Wenn Hunde sprechen könnten, fänden wir es vielleicht genau so schwer, mit ihnen auszukommen wie mit anderen Leuten
— Karel Capek
Beim Bordeaux bedenkt, beim Burgunder bespricht, beim Champagner begeht man Torheiten
— Jean Anthelme Brillat-Savarin
Von allen Frauen, deren Charme ich erlegen bin, habe ich hauptsächlich Augen und Stimme in Erinnerung.
— Marcel Proust
Die wortgewandte Rede funktioniert nicht von den Lippen zum Ohr, sondern von Herz zu Herz.
— William Jennings Bryan
Ein Hahn wird auch mit vielen Worten nicht fett, für den Weisen aber reichen wenige Worte
— Benjamin Franklin
Ich lebe von guter Suppe, nicht von schöner Sprache.
— Jean-Baptiste Molière
Die wahren Worte des Meisters verwelken in den Händen des Schülers wie Blumen ohne Wasser.
Kein einziges, ausgesprochenes Wort hat je so viel genützt wie die vielen Worte, die verschwiegen blieben
— Plutarch
Die Zunge ist die Übersetzerin des Herzens.
Es ist eines Menschen Zunge, nicht die Tat, die alles lenkt
— Sophokles
Keines Menschen Mund spricht anders, als ihm sein Herz eingibt
— Hartmann von Aue
Das echte Gespräch bedeutet: aus dem Ich heraustreten und an die Tür des Du klopfen
— Albert Camus
Redensarten sind gleichsam das Kleid der Gedanken.
— Johann Jakob Engel
Verständnis ist nichts anderes als die durch die Sprache verursachte Wahrnehmung.
— Thomas Hobbes