Sprüche über Sprache
428 Sprüche — Seite 15
Ich bin nicht sehr krank, ich kann noch darüber reden.
— William Shakespeare
Die Augen reden mächtiger als die Lippen.
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Ein Wortspiel ist ein glühendes Lockeneisen in der Hand der Narrheit, womit sie die Gedanken krümmt.
— E.T.A. Hoffmann
Die seit Kriegsende bei uns in alle Bereiche des Lebens eingedrungene Flut von Amerikanismen muss endlich wieder zurückgedrängt werden.
— Gustav Walter Heinemann
Deine Worte sind meine Nahrung, dein Atem mein Wein. Du bedeutest mir alles.
— Sarah Bernhardt
Küsse sind das, was von der Sprache des Paradieses übrig geblieben ist
— Marie Curie
Es gibt im Seelenleben des Menschen feine, liebliche Dinge, die so zart sind, dass sie zerstört werden, wenn man sie mit Worten berührt.
— August Pauly
Der Gesang ist die in höchster Leidenschaft erregte Rede: die Musik ist die Sprache der Leidenschaft.
— Richard Wagner
Man muß ehrlich und bescheiden sein, aber laut und deutlich sagen, dass man es ist.
— Jules Renard
Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken
— Samuel Johnson
Das Schweigen kann nichts verbergen, aber Worte können das.
— August Strindberg
Ein guter Redner muss etwas vom Dichter haben, darf es also mit der Wahrheit nicht ganz mathematisch genau nehmen.
— Otto von Bismarck
Gilt es zu hören, sei der Erste! Sei der Letzte, wenn es zu reden gilt.
Ohne Mundarten wird der Sprachleib ein Sprachleichnam.
— Friedrich Ludwig Jahn
Hektik und Lärm lassen die innere Stimme nicht zu Wort kommen.
— Else Pannek
Die Träne ist die Sprache der Seele und die Stimme des Gefühls.
— Filippo Pananti
Man sagt nichts Wesentliches über den Dom aus, wenn man nur von den Steinen spricht.
— Antoine de Saint-Exupéry
Das Ineinanderfließen in der Gottheit ist ein Sprechen sonder Wort und sonder Laut, ein Hören sonder Ohren, ein Sehen sonder Augen.
— Eckhart von Hochheim
Wer aber fein zu scherzen versteht, den nennen wir gewandt und schlagfertig.
— Aristoteles
Vor allen der Politikus gönnt sich der Rede Vollgenuß; und wenn er von was sagt, so sei's, ist man auch sicher, dass er's weiß.
— Wilhelm Busch