Sprüche über Sprache
428 Sprüche — Seite 12
Worte sind das schlechteste Mittel, Schönheiten, die das Auge genossen hat, lebhaft wieder erstehen zu lassen.
— Otto Julius Bierbaum
Nur stets zu sprechen, ohne was zu sagen, das war von je der Redner größte Gabe.
— August von Platen
Um zu sprechen, muß man denken, zumindest annäherungsweise.
— Voltaire
Die Augen haben überall dieselbe Sprache
Man glaubt für gewöhnlich, es gebe keine Steigerungsform von tot. Diese gibt´s aber doch: ausgestorben
— Martin Kessel
Ein Volk, das seine eigene Sprache verlernt, gibt sein Stimmrecht in der Menschheit auf und ist zur stummen Rolle auf der Völkerbühne verwiesen.
— Friedrich Ludwig Jahn
Ich glaube an die Disziplin des Schweigens und könnte stundenlang darüber sprechen.
— George Bernard Shaw
Es gibt Dinge, die man nicht sagen kann, weil es keine Worte gibt, um sie zu sagen.
— Frederico Garcia Lorca
Die Menschen scheinen die Sprache nicht empfangen zu haben, um die Gedanken zu verbergen, sondern um zu verbergen, dass sie keine Gedanken haben
— Sören Kierkegaard
Ich höre jeden gern selbst über sich reden, weil ich dann immer Gutes höre.
— William Penn Adair Rogers
Küsse sind das, was von der Sprache des Paradieses übriggeblieben ist
— Joseph Conrad
Wie sprechen die Menschen mit Menschen? Aneinander vorbei
— Kurt Tucholsky
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten!
— Oscar Wilde
Das harte Wort schmerzt immer, sei's auch ganz gerecht.
— Sophokles
Ach, wenn du erfahren wolltest, wie ich dich liebe, so müsstest du mir eine neue Sprache schenken.
— Friedrich von Schiller
Derjenige, der zum erstenmal an Stelle eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation.
— Sigmund Freud
Ärgert dich dein Auge, so reiß es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch.
— Christian Johann Heinrich Heine
Das zweite Wort macht den Streit.
Musik sagt das Unsagbare.
— Bedrich Smetana
Das echte Gespräch bedeutet: aus dem Ich heraustreten und an die Türe des Du klopfen
— Albert Camus