Sprüche über Hoffnung
498 Sprüche — Seite 14
Wir haben vage Hoffnungen, aber klare Befürchtungen.
— Paul Valéry
Klage nicht, dass dir im Leben ward vereitelt manches Hoffen. Hat, was du gefürchtet eben, doch auch meist dich nicht betroffen.
— Friedrich Rückert
Der Himmel bewahr dich vor Wetter und Wind, und vor angeblichen Freunden, die keine sind.
Der ist der glücklichste Mensch, der das Ende seines Lebens mit dem Anfang in Verbindung setzen kann.
— Johann Wolfgang von Goethe
Das wahre Ziel ist nicht, die äußerste Grenze zu erreichen, sondern eine Vollendung, die grenzenlos ist.
— Rabindranath Tagore
Das Problem unserer Kinder ist, dass sie ihre Eltern erst in einem Alter bekommen, in dem es kaum noch Hoffnung gibt, sie noch ändern zu können.
Der eigentliche Kern der Freundschaft: ein Glaube, ein Hoffen, ein gemeinsames Werk! Es liegt eine große Freude darin.
— Annette von Droste-Hülshoff
Mit dem Klagen, mit dem Zagen, wie verdirbst Du's allzuoft; lerne Trübes heiter tragen, und das Glück kommt unverhofft.
Eine Verlobung ist bedingte Verurteilung zu lebenslänglicher Doppelhaft mit vorläufigem Strafaufschub
— August Strindberg
Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen - und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
— Albert Einstein
Auch Glatzköpfe können eine Glückssträhne haben!
Erwarte nichts von anderen. Es sei denn, du willst deine Zeit damit verbringen, nur zu warten.
— Else Pannek
Unvermutet, wie zumeist, kommt die Tante zugereist. Herzlich hat man sie geküßt, weil sie sehr vermöglich ist.
— Wilhelm Busch
Begräbt im Schnee der Winterwind die Straßen weit und breit, nie wird der Weg, o liebes Kind, zum Glück dir sein verschneit.
Vor dem Tor eines guten Arztes gibt es immer viele Kranke.
Jede Frau hofft, ihren Mann beherrschen zu können, aber für ihren Sohn hofft sie, dass er seine Frau beherrscht.
Die Frau erwartet alles vom Mann, der Mann von der Frau fast immer nur eines.
So oft die Sonne aufgeht erneuert sich mein Hoffen und bleibt, bis sie untergeht, wie eine Blume offen.
— Gottfried Keller
Die Hoffnung ist eine Vorwegnahme erwünschten Glücks.
— Sully Prudhomme
Wenig ist's was ich begehre, und doch steht es mir so fern, aus dem ganzen Sternenheere einen einz'gen lieben Stern!
— Josef Christian von Zedlitz