Sprüche über Armut
267 Sprüche — Seite 6
Nur ein genialer Reicher kann sich die Armut vorstellen.
— Charles Péguy
Die Armut hat ihre Freiheiten, der Reichtum seine Zwänge.
— Denis Diderot
Auch in dem elendsten Dasein gibt es ein Häkchen, an das ein Faden des Heils sich anknüpfen könnte.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Es bedarf des demokratischen Regiments, damit die Armen eine Zuflucht und die Reichen einen Zügel haben.
— Thukydides
Miss deinen Besitz nach seinem Wert — und du bist arm. Miss ihn an dem, was er dir bedeutet — und du bist reich.
— Else Pannek
Geh zu deines reichen Freundes Haus, wenn du gerufen bist! Zu des armen Freundes Haus geh ungerufen!
Es entmutigt oft den wärmsten Menschenfreund, dass er so vielen Hilfsbedürftigen begegnet, denen nicht zu helfen ist.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Die Arbeit hält drei schlimme Übel von uns fern: Langeweile, Laster und Not
— Voltaire
Ohne die Frauen würde der Mann roh, grob, einsam sein und die Anmut nicht kennen.
— Francois René de Chateaubriand
Es ist kein Mensch so reich, dass er nicht zuweilen etwas schuldig bliebe und kein Mensch so arm, dass er nicht zuweilen etwas leihen würde.
— Francois Rabelais
Es könnte sein. daß die Menschheit reicher wird, indem sie ärmer wird, und gewinnt, indem sie verliert
— Immanuel Kant
Gib einem Hungernden einen Fisch, und er wird einmal satt, lehre ihn Fischen, und er wird nie wieder hungern.
Keine größere Armut als Unwissenheit.
Ich weiß kaum, was kläglicher ist: In Schulden geraten oder jeden Mittag Wassersuppe essen, um abends die Leute mit Zuckerbrezeln bewirten zu können.
— Annette von Droste-Hülshoff
Du mögest arm sein an Unglück und reich an Segen, langsam im Zorn, schnell in der Freundschaft. Doch ob arm oder reich, langsam oder schnell, nur das Glück sei dein Begleiter von heute an.
Oft sind die Bösen mit Reichtum beglückt und die Redlichen darben, doch wir segnen das Los, welches uns Darbenden fiel.
— Solon
Ein verlottertes Feld stürzt dich zeitweilig in Not, eine falsche Ehefrau ruiniert dich fürs Leben.
In Armut bist du heiter, Freund: Drum hüt dich vor Fortunens Tücke dass nicht ihr Neid erwacht und meint, du lebtest in zu großem Glücke.
— Gotthold Ephraim Lessing
Armut und Reichtum lassen sich nicht verbergen.
Ist eine Mutter noch so arm, so gibt sie ihrem Kinde warm.