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Sprüche über Persönlichkeit

435 Sprüche — Seite 21

  1. Was alles die Menschen als Zeichen von Vornehmheit ansehen, das macht sie gerade zum Pöbel.

    August Pauly

  2. Was sind wir, wenn all das, was wir zu sein glauben, was uns schwer und tastbar und wirklich macht, nur geliehene Bausteine sind, aus denen nach uns andere wieder aufgebaut werden können?

    August Pauly

  3. Für besser gehalten zu werden, als man ist, ist auch eine Art Verleumdung, die sich ein ehrlicher Mensch nicht gefallen lassen kann.

    August Pauly

  4. Würde ist ein goldener Sattel, die jedem Esel auferlegt werden kann.

    August Pauly

  5. Unendlich ist die Welt und dennoch verschwindet ihre Unendlichkeit gegenüber dem Gehalt eines Kleinsten, wie es ein edler Mensch ist, über dessen Gewinn oder Verlust wir alle Sterne vergessen.

    August Pauly

  6. Es muss doch an jedem Menschen etwas Wertvolles sein, dass man ihn zuletzt wie einen Schatz vergräbt.

    August Pauly

  7. Es gibt viele Leute in der Welt, aber wenig Menschen.

    August Pauly

  8. Die großen Menschen aller Zeiten bilden eine einzige Zeit.

    August Pauly

  9. Lieber ohne Logik sein als ohne Gefühle.

    Charlotte Bronté

  10. Freie Selbstbestimmung ist das königliche Vorrecht des Geistes.

    Friedrich Paulsen

  11. Wirklich moralischer Gehalt eines Menschen zeigt sich, wenn er von dem Bessern überzeugt ist und dann ohne Rücksicht auf seine Neigung handelt.

    Heinrich Martin

  12. Narren brüsten sich laut und bringen ihr Wissen zu Markte, doch der höhere Geist schweigt und verwendet die Kraft.

    Heinrich Martin

  13. In jedem Mensch steckt Philosophie, doch nur der Kluge kennt und findet sie.

    Heinrich Martin

  14. Männer mit großem reichen Innern können nie anders als äußerst einfach, ohne Kunst und Prunk auftreten, weil sie genau ihren und des nächsten Wert erkennen.

    Heinrich Martin

  15. Edler Stolz erkennt sich selbst; Hochmut sieht nur die Gebrechen anderer.

    Heinrich Martin

  16. Eigensinn entsteht dann beim Menschen, wenn der Wille den Vorhang vor der Erkenntnis fallen läßt.

    Heinrich Martin

  17. Als Mann schweigt der Weise da, wo er als Jüngling sprach.

    Heinrich Martin

  18. Erbärmliche Charaktere finden ihren Stolz, in Gegenwart eines Menschen, der ihnen Wohltaten erwiesen, gebeugt.

    Heinrich Martin

  19. Je höher der Mensch steht, um so stärkere Schranken hat er nötig, welche die Willkür seines Wesens bändigen.

    Gustav Freytag

  20. Ein Held kann man sein, auch ohne die Erde zu verwüsten

    Nicolas Boileau-Despreaux