Sprüche über Kunst
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Ein Bild wird erst durch den Betrachter fertig.
— Otto Ludwig
Unerlässlich ist es, dass der Sänger auch ein guter Musiker ist.
— Richard Wagner
Kunst ist Magie, befreit von der Lüge, Wahrheit zu sein.
— Theodor W. Adorno
Schreiben ist die einzige Möglichkeit, ein paar angenehme Leben zur gleichen Zeit zu führen.
— Laurence Sterne
Ich bin immer noch der Meinung, dass Kunst von Können herkommt; käme es von Wollen, hieße sie Wulst.
— Max Liebermann
Wenn einem Autor der Atem ausgeht, werden die Sätze nicht kürzer, sondern länger.
— John Steinbeck
Stets übe deine Kunst, ist sie dir gleich bekannt: Das Denken stärkt den Sinn, das Üben stärkt die Hand.
— Martin Opitz
Denn das weiß das Publikum nicht und mag es nicht wissen, dass, um ein Kunstwerk zu empfangen, die halbe Arbeit an demselben vom Empfänger selbst verrichtet werden muss
— Ferruccio Busoni
Die schönen Künste haben zum Hauptzweck nur das Vergnügen.
— Adolph Freiherr von Knigge
Ich male schöne Bilder, weil es schon genug Hässliches auf der Welt gibt.
— Auguste Renoir
Unter der Tonkunst schwillt das Meer unseres Herzens auf wie unter dem Mond die Flut.
— Jean Paul
Kein Gedicht kann lange entzücken oder bestehen, das von einem Wassertrinker geschrieben wurde.
— Horaz
Musik ist die Poesie der Luft.
— Jean Paul
Das Zubehör eines Sängers: Ein großer Brustkorb, ein großer Mund, neunzig Prozent Gedächtnis, zehn Prozent Intelligenz, sehr viel schwere Arbeit und ein gewisses Etwas im Herzen.
— Enrico Caruso
Der Sinn der Kunst ist nicht, Übereinstimmung hervorzurufen, sondern zu erschüttern.
— Wilhelm Hasenclever
Der Künstler soll seine Kunst rein halten wie der Geistliche seine Kirche, der Lehrer seine Schule, sonst begeht auch er "ein Verbrechen im Amt".
— Paul Keller
Gerade der schöpferische Mensch wird immer auf die Natur zurückgreifen, um menschliche Formeln durch neues Leben zu erfüllen oder zu sprengen
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Ob ein Mann, der schreibt, gut oder schlecht schreibt, ist gleich ausgemacht, ob aber einer, der nichts schreibt und stille sitzt, aus Vernunft oder aus Unwissenheit stille sitzt, kann kein Sterbliche …
— Georg Christoph Lichtenberg
Jedes Gedicht soll mit seiner Blüte in die Zukunft reichen, die Wurzel aber muss in der Gegenwart haften.
— Georg Friedrich Rudolph Herwegh
Schreib ich für den Ruhm und für die Ewigkeit? Nein, zum Vergnügen meiner Freunde!
— Anna Luise Karsch