Sprüche über Kinder
215 Sprüche — Seite 11
Trotz ist die jugendliche Form von Altersstarrsinn.
— Leo Trotzki
Man soll Eltern außer durch Erkrankung keinen Kummer machen.
— Alexandre Vinet
Man soll die Kinder lehren, die Übertreibung in den Ausdrücken als ein erstes Abweichen von der Wahrheit zu vermeiden.
— Alexandre Vinet
Nur allzuoft ist eine unglückliche Kindheit die Einleitung und das Anzeichen einer verderblichen, frühzeitigen Reife.
— Alexandre Vinet
Niemals sollte man irgendein Spiel, das Kinder sich ausgedacht haben, verachten oder belachen, sondern ihnen immer vollen Ernst entgegenbringen. Bedenke doch, sie sind Erfinder! Sie bekunden sich in i …
— Heinrich Lhotzky
Die Jugend hat ein solches Bedürfnis, froh des Lebens zu geniessen, ein so heiliges Recht auf Freude, dass man sie darin nicht vorzeitig verkürzen sollte.
— Fanny Lewald
Durch die Eltern spricht die Natur zuerst zu den Kindern. Wehe den armen Geschöpfen, wenn diese erste Sprache kalt und lieblos ist!
— Karoline Friederike Louise M. von Günderrode
In jedem Leben geschieht es noch einmal, dass es sich müht, wiederzubeginnen wie mit Neugeburt: mit Recht nennt das vielzitierte Wort die Pubertät eine zweite Geburt.
— Lou Andreas-Salomé
Was schlechte Richter sind, können wir an uns selbst lernen, wenn wir die Vergehen unserer Kinder strafen.
— August Pauly
In der Kindheit zeigt sich des Menschen künftiges Wesen, so wie der Morgen anzeigt, wie der Tag werden wird.
— William Wordsworth
Kindheit ist kein zeitlicher Begriff, sondern ein Gelände der Seele, allezeit dem offen, der das Lernen nicht verlernt und nicht das Staunen.
— Maria Waser
Nicht Seelen erziehen, nicht göttlich Ewiges nach menschlich kurzen Gedanken modeln sollt ihr, sondern Seelen erkennen. Ihr Gefängnis ist so durchsichtig.
— Maria Waser
Durch Gewöhnung wird nach und nach der Erzieherwille zum eigenen Willen des Erzogenen.
— Friedrich Polack
Wie die Quelle, so der Bach; wie die Eltern, so die Kinder!
— Joachim Heinrich Campe
Was eine Mutter gläubigen Gemüts in das Herz ihres Kindes pflanzt, trägt reichere Frucht als alle Samen der Erde.
— Max Dauthendey