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Sprüche und Zitate von Heinrich Martin

112 Zitate — Seite 4

  1. Wenn stets die Rechnung neben dem erkauften Vergnügen liegt, hört es auf »Vergnügen« zu sein.

  2. Edler Stolz erkennt sich selbst; Hochmut sieht nur die Gebrechen anderer.

  3. Bildung ruht auf drei mächtigen Säulen: Geist, Natur und Kunst.

  4. Was wir in der Regel »Freundschaft« nennen, ist ein so und so oft wiederholtes Sehen der Außenseite zweier Menschen und dafür wird dann in der Regel ein gedankenloses Vertrauen auf die Innenseite gege …

  5. Eigensinn entsteht dann beim Menschen, wenn der Wille den Vorhang vor der Erkenntnis fallen läßt.

  6. Wie viel Glück und Freude geht uns oft unbeachtet und spurlos verloren, deren Wert wir erst nach dem Verluste erkennen.

  7. Blicke demjenigen scharf in die Augen, der allein geht und dem Bettler eine Gabe reicht. Da siehst du den inneren Menschen.

  8. Wenn wir bedenken, dass Vernunft ihre Stoffe nur allein aus dem Herzen, den Sinnen und unserer Einbildung holt, so wissen wir hinlänglich, wie weit sie in praktischer Beziehung verlässlich ist.

  9. Wer sich selbst versteht, kennt seinen Wert und lässt nicht mit sich handeln. Nur der Charakterlose ist für jeden Preis feil.

  10. Zum eigentlichen glücklichen Leben gehört: moralischer Leichtsinn.

  11. Verachtung darf nicht über unsere Selbstachtung hinausgehen.

  12. Was wir so oft »Liebe« nennen, ist doch nichts weiter als ein kurzer Sinnenrausch. Ist er in seiner Sonderheit verflüchtigt, so tritt größtenteils herbe Unbefriedigung und nicht selten Trennung ein.

  13. Ein unverbrüchliches Gesetz ist die Vernunft; wer sich ihr entzieht, verletzt die Humanität, mithin die heiligsten Menschenrechte.

  14. Wer unter allen Umständen Duldung zeigt, ist entweder ein Dummkopf oder ein Heuchler. Als ersteren können wir ihn nur bemitleiden, als letzterer aber verdient er, dass ihm jeder rechtschaffene Mensch …

  15. Was heißt Schaffen in der Poesie? Wenn dichterische Begeisterung die Seele mit der Fruchtbarkeit der Phantasie überschüttet.

  16. Vernunftgründe sind nutzlose Medizin bei moralischen Krankheiten.

  17. Nicht jeder Weg passt für Jeden, wenn er auch nach derselben Richtung führt.

  18. Als Mann schweigt der Weise da, wo er als Jüngling sprach.

  19. Nur Unglück, welches plötzlich an uns heran tritt, fordert uns heraus, zu zeigen, ob wir klein oder groß sind.

  20. Unglück ist eine sinnbildliche Bezeichnung und wird von Jedem anders aufgefasst und empfunden.