Wer Schadenfreude bei des Nächsten Unglück zeigt, Der hat den Gipfelpunkt der Schlechtigkeit erreicht.
Sprüche und Zitate von Heinrich Martin
112 Zitate
deutscher Schriftsteller, Pseudonym für Heinrich Martin Jaenicke
Dem Gelehrten ist der Stolz verzeihlich, dem Weisen jedoch unmöglich
Wer irdisch' Glück zu hoch geschätzt, wird beim Verlust sehr tief verletzt.
Man darf die Hoffnung, selbst an der Grenze der Verzweiflung nicht sinken lassen, mag sie uns auch noch so oft verhöhnt, geäfft und sich schnöde von uns gewendet haben.
Selbstliebe ist das stärkste, heiligste Band, welches uns mit der Menschheit verbindet und zusammenhält.
Ein geistreicher Mann bleibt überall eine interessante Erscheinung.
Der schönste Zeuge deiner Schöpfungen ist: was du aus deiner eigenen Kraft geworden.
Sei nicht milde und nachsichtig, wo Strenge notwendig ist. Es wird Dir nicht als Güte, sondern als unverzeihliche Schwäche ausgelegt und Du begehst eine Sünde.
Diejenigen, welche von ihrer Unantastbarkeit zu hohe Meinung besitzen, zeigen oft eine beleidigende Geringschätzung anderer.
Hoffnung und Erinnerung sind zwei liebliche Schwestern. Erstere ist wie Morgenrot; sie lächelt lange vorher, ehe die Sonne erscheint. Letztere umspielt uns wie Abendröte, wenn auch die Sonne schon längst untergegan …
Hass ist grenzenlos.
Das schwerste Opfer, welches der Mensch zu bringen vermag, ist, sein Herz brechen zu lassen und seiner Liebe entsagen.
Halte Wort, was Du versprochen, eh' Du sprichst, beherrsche Dich. Schnell ist wohl ein Wort gesprochen, das gebroch'ne rächet sich.
Mäßige Dich im Zorn, denn Du zeigst dadurch deinen Wert, weil Du Dich jederzeit demjenigen gleichstellst, gegen den Dein Zorn zum Ausbruch kommt.
Mutig hebe Deinen Kopf, hat das Unglück Dich beim Zopf.
Kein Baumgipfel ist so hoch, dass sich dort nicht ein Rabe ein Nest bauen und zu uns herabkrächzen könnte. So auch das Unglück: wo ist seine letzte Etage?
Nicht jeder Weg passt für Jeden, wenn er auch nach derselben Richtung führt.
Wer Leidenschaft zum Vernunftgenossen macht, hintergeht sein Gewissen.
Es gibt kein Maß und Gesetz für Auffassung der Schönheit, weil ihre Beschaffenheit, je nach der Individualität des Menschen, in dessen Seele verschiedene Abspiegelungen findet.
Erbärmliche Charaktere finden ihren Stolz, in Gegenwart eines Menschen, der ihnen Wohltaten erwiesen, gebeugt.