Sprüche über Gott
887 Sprüche — Seite 37
Gott weiß die Zeit.
Gott läßt sich seine Uhr von keinem Menschen stellen.
Gott rechnet anders als der Mensch.
Gott kommt langsam, aber wohl.
Gott bleibt nicht aus, wenn er gleich verzieht.
Gottes Mühle steht oft lange still.
Der muss viel können, der Gott will blenden.
Gott läßt sich nicht auf den Arm malen.
Will unser Herrgott einen strafen, so läßt er ihn zuvor blind werden.
Wenn Gott ein Land strafen will, so nimmt er den Herren die Weisheit.
Was Gott spart in die Länge, das straft er mit Strenge.
Über des Gottlosen Haus streut Gott Schwefel aus.
Wenn Gott ein Ding verdrießt, so verdrießt es auch bald die Menschen.
Was alle Welt verdrießt, verdrießt auch Gott.
Gott gibt einem wohl den Ochsen, aber nicht bei den Hörnern.
Gott hilft dem Fleiß.
Rechter Richter, richte recht: Gott ist Richter, du bist Knecht.
Doch siehe, viele rufen: Christus, Christus, die einst ihm ferner stehn beim Weltgericht, als viele, die da nimmer kannten Christus
— Dante Alighieri
Ganz leise spricht ein Gott in unsrer Brust, ganz leise, ganz vornehmlich, zeigt uns an, was zu ergreifen ist und was zu fliehn.
— Johann Wolfgang von Goethe
Der liebe Gott hat nicht gewollt, dass edler Wein verderben sollt, drum hat er auch zum Saft der Reben den nötigen Durst dazu gegeben