Sprüche über Verschwendung
135 Sprüche — Seite 5
Mäßigung und freiwillige Enthaltsamkeit sind das sicherste Verwahrungsmittel gegen Überdruß und Erschlaffung.
— Christoph Martin Wieland
Verschwendete Zeit ist Dasein; gebrauchte Zeit ist Leben.
— Edward Young
Ich wundere mich oft darüber, wie leichtfertig man um Zeit bittet und sie anderen gewährt. Es ist gleichsam, als wenn um ein Nichts gebeten würde.
— Seneca
Ist die Zeit das Kostbarste unter allem, so ist Zeitverschwendung die allergrößte Verschwendung.
— Benjamin Franklin
Wenn ganz ohne Sorgen die Tage verschweben, das ist ein hohles, ein halbes Leben, doch glücklich ist der begnadete Mann, der seine Sorgen sich wählen kann.
— Oscar Blumenthal
Fortwährendem Entbehren folgt Stumpfheit ebenso wie übermässigem Genuss.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Die Jugend ist etwas Wundervolles. Es ist eine wahre Schande, dass man sie an Kinder vergeudet
— George Bernard Shaw
Borgen macht Sorgen, drum soll man nicht mehr verzehren, als der Pflug kann ernähren.
Fettes Leben macht mageres Testament.
Wer viel kauft, was er nicht braucht, muss bald verkaufen, was er braucht.
Prozesse, Karten und Wirtshaus, bringen den Bettelstock ins Haus.
Wer ausgibt und nicht Rechnung führt, der wird bald arm, ohn' dass er's spürt.
Mancher sucht einen Pfennig und verbrennt ein Dreierlicht.
Zügellosigkeit hat zur natürlichen Folge Erschlaffung, Missbrauch der Freiheit den Verlust derselben.
— Friedrich von Schlegel
Tee, Kaffee und Leckerli bringen den Bürger ums Äckerli.
Jeder Luxus verdirbt die Sitten oder den Geschmack
— Joseph Joubert
Jeder Segen der Zivilisation ist entweder ein Fluch oder überflüssig.
— August Strindberg
Wenn zu rechter Zeit der Mensch fassen würde, welch süße Gabe der Schlaf ist, es würde keiner mehr ihn mutwillig auf das Nichtswürdigste verschleudern.
— Jeremias Gotthelf
Fanatiker sind unverbesserlich. Man sollte seine Zeit nicht damit verbringen, sie zu bekämpfen oder überzeugen zu wollen.
— Ferdinando Coelestinus Galiani
Nichts lernt sich so leicht wie der Luxus, auch der des Geistes.
— Moritz Heimann