Sprüche über Vernunft
273 Sprüche — Seite 6
Geduld ist zweierlei: ruhige Ertragung des Mangels, ruhige Ertragung des Übermaßes.
— Novalis
Oft sind unvernünftige Gründe, die helfen, besser als vernünftige, die nicht helfen.
— Matthias Claudius
Wer den Sinn aufs Ganze hält gerichtet, dem ist der Streit in seiner Brust geschlichtet.
— Friedrich von Schiller
Gesunde sind leichtfertig, Kranke sind unvernünftig, Genesene sind weise.
— Alexander Roda Roda
Die Stimme der Vernunft ist leise, aber sie ruht nicht, ehe sie sich Gehör verschafft hat.
— Sigmund Freud
Tugend ist zu Energie gewordene Vernunft.
— Friedrich von Schlegel
Wer aus Gründen handelt, handelt noch lange nicht vernünftig; denn Gründe sind oft unvernünftig.
— Charles Joseph Fürst von Ligne
Mit vernünftiger Überlegung kommt man seinen Feinden gegenüber weiter als mit unverständigen Gewaltstreichen.
— Thukydides
Der Zweifel ist das Wartezimmer der Erkenntnis.
Vernunft verhält sich zum Verstande wie ein Kochbuch zu einer Pastete
— Ludwig Börne
Der Glaube ist nur für manche unter uns zwingend, die Vernunft aber für alle.
— Henri Poincaré
Die Vernunft erzählt Geschichte, aber die Leidenschaften drängen zur Tat
— Antoine de Rivarol
Die Ehe wird nicht glücklich durch Liebe - oft das Gegenteil - sondern durch Vernunft.
— Jean Paul
Vernunft braucht manchmal eine Pause.
— Else Pannek
Es gibt zwei gefährliche Abwege: die Vernunft schlechthin abzulegen und außer der Vernunft nichts anzuerkennen
— Blaise Pascal
Bedenkt, dass Fanatiker gefährlicher sind als Schurken. Einen Besessenen kann man niemals zur Vernunft bringen, einen Schurken wohl.
— Voltaire
Die meisten Menschen haben überhaupt gar keine Meinung, viel weniger eine eigene, viel weniger eine geprüfte, viel weniger vernünftige Grundsätze.
— Johann Gottfried Seume
Dem Sparsamen fällt es leichter, sich ans Verschwenden zu gewöhnen, als dem Verschwender, sich zum Sparen aufzuraffen.
Die Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Wenn die Lieb' ist eifersüchtig, so bekommt sie hundert Augen, doch es sind nicht zwei darunter, die geradeaus zu sehen taugen.
— Wilhelm Müller