Sprüche über Vernunft
273 Sprüche — Seite 14
Wer seinen Mund in Gewalt, der wird in Ehren werden alt!
— Bernhard Freidank
Der Begriff der Unendlichkeit ist der Vernunft versagt, aber der der Unsterblichkeit der Seele eingeboren.
— Theodor Toeche-Mittler
Die Vernunft, wenn sie wirksam werden will, muss die Form der Tradition annehmen, denn keine Lehre kann tätig eingreifen, bevor sie blind geworden.
— Hippolyte Taine
Wenn plötzlich in der Menschheit Vernunft einkehrte, so würde in allen ihren Dingen die größte Revolution eintreten, welche sie je gesehen hätte.
— August Pauly
Wenn die Vernunft irgendeinmal am Seile zieht, so hängen sich sofort hunderttausend Narren ans andere Ende, sich dagegen zu stemmen.
— August Pauly
Meinungen und Wille von Toren sollen dem Vernünftigen wie Glas sein, das an dem Eisen seiner Entschlüsse zersplittert.
— August Pauly
Denk zweimal darüber nach, ehe du etwas Entscheidendes tust
— Charlotte Bronté
Der größte Feind der Liebe ist die grübelnde Vernunft, die in kleinmütige Zweifel verfällt.
— Heinrich Martin
Wenn wir bedenken, dass Vernunft ihre Stoffe nur allein aus dem Herzen, den Sinnen und unserer Einbildung holt, so wissen wir hinlänglich, wie weit sie in praktischer Beziehung verlässlich ist.
— Heinrich Martin
Ein unverbrüchliches Gesetz ist die Vernunft; wer sich ihr entzieht, verletzt die Humanität, mithin die heiligsten Menschenrechte.
— Heinrich Martin
Vernunftgründe sind nutzlose Medizin bei moralischen Krankheiten.
— Heinrich Martin
Als Mann schweigt der Weise da, wo er als Jüngling sprach.
— Heinrich Martin
Wer Leidenschaft zum Vernunftgenossen macht, hintergeht sein Gewissen.
— Heinrich Martin
Das Einmaleins der Vernunft folgt unter allen Nationen der Erde den selben Gesetzen und wird nur hier auf ein unendlich größeres, dort auf ein sehr geringes Feld von Gegenständen angewandt.
— Wilhelm Heinrich Wackenroder