Sprüche über Unglück
256 Sprüche — Seite 7
Niemand kann ohne einen Freund glücklich sein, noch seiner sicher sein, bis er unglücklich ist.
Der Mensch ist weder Engel noch Tier, und das Unglück will es, dass, wer einen Engel aus ihm machen will, ein Tier aus ihm macht.
— Blaise Pascal
Krankheit und Unglück kommen auf tausend Straßen - aber Glück und Gesundheit auch.
— Theodor Fontane
Mit dem Klagen, mit dem Zagen, wie verdirbst Du's allzuoft; lerne Trübes heiter tragen, und das Glück kommt unverhofft.
Willst du dich in dem Glück nicht ausgelassen freun, im Unglück nicht unmäßig kränken, so lern so klug wie Eulenspiegel sein: im Unglück gern ans Glück, im Glück ans Unglück denken.
— Christian Fürchtegott Gellert
Im Glück sei nicht übermütig, im Unglück nicht verzagt.
— Diogenes Laertius
Das Unglück kann die Weisheit nicht - doch Weisheit kann das Unglück tragen.
— Friedrich von Bodenstedt
Zur Lebenskunst gehört es, sich stets mit den richtigen Leuten zu vergleichen - im Glück wie im Unglück
— John Steinbeck
Von kleinen Dingen nur den Kopf, von großen sich das Herz erfüllen lassen, das Glück mit keckem Griff beim Schopf, das Unglück an der Gurgel fassen!
— Franz Edler von Pernwald Schönthan
Eine schwache Regierung ist ein Unglück für jedes Land und eine Gefahr für den Nachbar.
— Helmuth James Graf von Moltke
Die wahren Lebenskünstler sind bereits glücklich, wenn sie nicht unglücklich sind.
— Jean Anouilh
Es genügt nicht, selbst glücklich zu sein, die anderen müssen dazu noch unglücklich sein.
— Jules Renard
Das Glück erstreckt seine Herrschaft über alle Dinge: Es erhebt die einen und stürzt die anderen, nicht nach Wert und Verdienst, sondern nach seiner Laune.
— Sallust
Die Hälfte der Menschheit ist immer unglücklich, weil sie das nicht bekommen kann, womit die andere Hälfte unglücklich ist.
Wer böses liebt, winkt dem Unglück, es ist wie das Echo, das der Stimme antwortet.
Wer eine unglückliche Liebe in Alkohol ertränken möchte, handelt töricht. Denn Alkohol konserviert.
— Max Dauthendey
Kommt einmal Glück, so kommen fünf Sturmwinde danach.
Zu fürchten hat man allein jene Dinge, die Macht besitzen, Schaden zuzufügen; nicht alles übrige - es ist nicht furchtbar.
— Dante Alighieri
An anderer Pech sich zu erfreuen hilft das eigene Glück erneuen.
— Franz Emanuel August Geibel
Der Unglückliche braucht Tätigkeit wie der Glückliche Ruhe.
— Jean Paul