Sprüche über Tugend
375 Sprüche — Seite 19
Unendlich ist die Welt und dennoch verschwindet ihre Unendlichkeit gegenüber dem Gehalt eines Kleinsten, wie es ein edler Mensch ist, über dessen Gewinn oder Verlust wir alle Sterne vergessen.
— August Pauly
Es gibt viele Leute in der Welt, aber wenig Menschen.
— August Pauly
Wo Herzensgüt' und Weisheit sich verbinden, da wird die Tugend festen Boden finden.
— Heinrich Martin
Tugend schärft nur ihre Kraft, wenn sie schweigend schafft.
— Heinrich Martin
Des regen Geistes unermüdlich Streben ist: über Irdisches sich zu erheben.
— Heinrich Martin
Die Not ist oft der Henker der Tugend. Öfter jedoch wird sie durch Üppigkeit und Reichtum zu Grunde gerichtet.
— Heinrich Martin
Männer mit großem reichen Innern können nie anders als äußerst einfach, ohne Kunst und Prunk auftreten, weil sie genau ihren und des nächsten Wert erkennen.
— Heinrich Martin
Die Dankbarkeit ist die Tugend der Nachwelt.
— Kuno Fischer
Jede Fröhlichkeit, jede Liebe, jede Zuneigung veredelt uns, ist selber Tugend, jedes Gefühl, wovon Hass die Wurzel ist, verschlechtert und erniedigt uns.
— Wilhelm Heinrich Wackenroder
Es ist viel leichter, ein Held zu sein als ein anständiger Mensch. Ein Held muss man nur einmal sein, ein Ehrenmann immer.
— Luigi Pirandello
Auf allen Gebieten gibt es Erfolge, die weniger ehrenvoll sind als Misserfolge.
— Rosalie Perles
Der Edle hat Angst um andere, der Gemeine um sich selber.
— Carl Friedrich Paul Ernst
Der Widerstand einer Frau ist nicht immer der Beweis ihrer Tugend. Oft ist er ein Beweis ihrer Erfahrung.
— Anne Lenclos
Bei allen Völkern, die es zu etwas Großem in der Welt gebracht, hat man nicht die Gelehrten zuerst genannt, sondern diejenigen, welche ein reiches Wissen in vaterländischen Tugenden ausprägten.
— Friedrich Christoph Dahlmann
Den Ruf einer Person kennt man nach nur einer Stunde, der wahre Charakter kommt erst nach einem Jahr ans Licht.
— William Morris Davis
Ich weiß nicht, was für einen Christen schwieriger ist – richtig zu leben oder richtig zu sterben.
— Daniel Defoe
Jeder Mensch, auch der schlechteste, hat eine Eigenschaft, die unser Urteil über ihn mildert, uns für seine sonstigen Tugenden milde stimmt.
— Karl Detlef, Pseudon.v. Klara Bauer