Sprüche über Tugend
375 Sprüche — Seite 14
Nicht die Sittlichkeit regiert die Welt, sondern eine verhärtete Form derselben: Die Sitte.
— Berthold Auerbach
Die Entsagungen sind vergänglich, ihr Lohn aber bleibt beständig.
— Jean-Jacques Rousseau
Die Großmut muss eine beständige Eigenschaft der Seele sein und ihr nicht bloß ruckweise entfahren.
— Gotthold Ephraim Lessing
Den Tugenden benachbart sind die Laster.
— Hieronymus
Der Weltmann steigt empor, und der Pedant bleibt sitzen: Die Sitten können mehr als die Gelehrtheit nützen.
— Magnus Gottfried Lichtwer
Entwickle dich zu dem einmaligen, unverwechselbaren, unaustauschbaren Menschen, der in dir angelegt ist.
— Pindar
Diese Welt ist doch die beste, und sie lebt sich ziemlich gut mit Gesundheit, Geld und Tugend und ein bisschen Übermut.
— Eduard von Bauernfeld
Es gibt eine natürliche Aristokratie unter den Menschen. Sie beruht auf Tugend und Talent.
— Thomas Jefferson
Erkenne, suche, lieb' und ehre, was gut und schön ist, und vermehre nach Möglichkeit mit weiser Wahl des Guten und des Schönen Zahl! Das ist die ganze Sittenlehre.
— Johann Wilhelm Ludwig Gleim
Tugend und Freundschaft sind ewig verwandt; es knüpft sie beide ein himmlisches Band.
— Johann Wilhelm Ludwig Gleim
Es gibt nichts Häßlicheres als Reichtum ohne Tugend.
— Antoine de Rivarol
Eine Frau hat so vieles zu beachten, besonders muss sie eine gewisse Zurückgezogenheit behaupten, was sehr schwer ist bei so großer Liebe.
— Clara Schumann
Jeder Luxus verdirbt die Sitten oder den Geschmack
— Joseph Joubert
Nicht immer sind es Mut und Keuschheit, die die Männer mutig machen und die Weiber keusch.
— François de la Rochefoucauld
Liebe ist der Morgen der Tugenden, Hass der Abend der Sünden.
Wenn bei einem Menschen das Herz einmal hart ist, so ist es aus. Was er auch sonst Gutes hat, man kann nicht mehr auf ihn zählen.
— Johann Heinrich Pestalozzi
Vernunft und Gefühl sind die Sonne und der Mond am moralischen Firnament. Immer nur in der heißen Sonne würden wir verbrennen; immer nur im kühlen Mond würden wir erstarren.
— Friedrich Maximilian von Klinger
In der kalten Ruhe liegt die größte Überlegenheit, liegt das beherrschende Element; sie ist aber nur wenigen Menschen eigen.
— Jeremias Gotthelf
Ohne inner Ruhe wallt der Mensch auf wilden Wegen.
— Johann Heinrich Pestalozzi
Edle Liebe reinigt, wie die Tragödie, die Leidenschaften des Menschen.
— Jean Paul