Sprüche über Menschheit
403 Sprüche — Seite 20
Bei lebhaften Menschen und Völkern sind Ruhe und Schweigen das sicherste Zeichen der Reife.
— Fanny Lewald
Die Weltgeschichte liest sich wie eine Krankengeschichte der Menschheit
— Henriette Wilhelmine Hanke
In der Tiefe ihres Gemütes verbirgt die Menschheit ihre Schätze.
— Rahel Varnhagen von Ense
Die Menschen verstehen einander nicht. Sie lieben sich zu ungleichen Stunden.
— Rahel Varnhagen von Ense
Die eine Hälfte der Welt kann die Freuden der anderen nicht verstehen
— Jane Austen
Ja, so sind die meisten Menschen. Die Unglücksfälle schreiben sie sich ins Gedächtnis und memorisieren sie fleißig; aber das Glück, das viele Glück, beachten sie nicht - arme, arme Welt.
— Paula Modersohn-Becker
Die Saat der Liebe wird immer aufs Neue gesät in diesen heiligen Nächten, jene Saat, die einmal aufgehn soll als Ernte einem besseren Menschentum und der erlösten Kreatur.
— Manfred Kyber
Weltgeschichte macht es wie die Bauern, wenn sie Pferde nicht haben kann, lässt sie ihren Wagen durch Ochsen ziehen.
— August Pauly
Schichtenweise liegen die Schicksale der Menschen übereinander und bauen die Zeiten auf.
— August Pauly
Jedes Zeitalter schlägt von der hinter ihm liegenden Literatur anderer Bücher auf und andere zu, lernt Vergessenes wieder und vergisst Erlerntes.
— August Pauly
Wenn die Menschen sich ihre Köpfe selbst heraussuchen dürften, bekämen die meisten keine Gescheiteren.
— August Pauly
Die Menschen haben viele Götter erfunden und werden dies auch weiterhin tun, aber keinen, den sie nicht glaubten hinterhergehen zu können.
— August Pauly
Auf dem unreinen Strom des Lebens schwimmt für die meisten das Glück; fern von ihm in reinen Lüften schwebt es für andere, wenige.
— August Pauly
Wenn plötzlich in der Menschheit Vernunft einkehrte, so würde in allen ihren Dingen die größte Revolution eintreten, welche sie je gesehen hätte.
— August Pauly
Was die Natur sagt, hat Gott gesagt. Religionen aber sind Menschenantwort.
— August Pauly
Die Dankbarkeit der Völker ehrt nur die Toten, selten die Lebenden.
— Theresa Keiter
Freiheit wünschen nur wenige edle Menschen, Willkür der große Haufen.
— Karoline Freiin von Wolzogen
Die Kardinalfrage der Menschheit ist die Arbeit an der eigenen Persönlichkeit.
— Friedrich Lienhard
Viel Kummer bereitet es meinem Herzen, wenn ich daran denke, was der Mensch aus dem Menschen gemacht hat.
— William Wordsworth
Das Einmaleins der Vernunft folgt unter allen Nationen der Erde den selben Gesetzen und wird nur hier auf ein unendlich größeres, dort auf ein sehr geringes Feld von Gegenständen angewandt.
— Wilhelm Heinrich Wackenroder