Sprüche über Kunst
398 Sprüche — Seite 17
Politik ist Kunst des Umganges auf höherer Stufe.
— Hugo von Hofmannsthal
Alles auf der Welt hat sein zweites Gesicht: die Natur, die Kultur, die Religion, die Kunst, die Politik, die Liebe, alles, alles. Wer das nicht weiß, ist glücklich, ich weiß es.
— Hermann Löns
Die Kunst hat nicht die Aufgabe, die Menschen über die Beschaffenheit der Wirklichkeit zu belehren, sondern sie hat die einzige Aufgabe, ihnen das Schöne vorzuführen.
— Karl Robert Eduard von Hartmann
Angst ist die Handmaid der Kreativität.
— Abraham Cowley
Wein ist Poesie in Flaschen.
— Robert Louis Stevenson
Die Kunst, reich zu werden, ist im Grunde nichts anderes, als die Kunst, sich des Eigentums anderer Leute mit ihrem guten Willen zu bemächtigen.
— Christoph Martin Wieland
Der Mann, den seine Freunde, seine Künste und Wissenschaften verlassen haben, findet noch ein Asyl in seiner Familie und eine Freundin in seiner Frau.
— Bogumil Goltz
Der Gelehrte ist der Schatz des Reiches, der Literat eine Perle an der Gästetafel.
Ein Garten ist ein Gegenstand der Kunst allein.
— Hermann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau
Man sollte von Zeit zu Zeit von sich zurücktreten wie ein Maler von seinem Bilde
— Christian Morgenstern
Auch schlechte Künstler haben gute Gründe und Absichten.
— Robert Musil
Die Kunst duldet keine Vorbehalte, sondern fordert und ist ein einziges großes, freudig-schmerzliches und immer bedingungsloses Opfer.
— Anton Wildgans
Die Kunst ist in steter Wandlung begriffen. Zeitlose Kunst gibt es nicht, aber die Zeit umspannt das Gestern und das Morgen.
— Ernst von Dombrowski
Die Kunst kennt keine Mittelstraße, sie kennt nur vollendete oder verfehlte Werke.
— Heinrich von Treitschke
Im Augenblick, wo der echte Künstler schafft, hat er weder Weib noch Kind und am allerwenigsten Freunde.
— Wilhelm Raabe
Bewahre deine Liebe zur Natur, denn das ist der richtige Weg zu immer besserem Kunstverständnis.
— Vincent van Gogh
Kochen ist eine Kunst und eine gar edele.
— Henriette Davidis
Ein Künstler, der nicht eitel ist, gleicht einem Weibe, das nicht gefallen will. Beide sind langweilig.
— Heinrich Laube
Die Kunst des Regierens erfordert mehr Charakter als Verstand.
— Thomas Edward Lawrence
Analyse ist nicht die Sache des Dichters. Sein Beruf ist zu malen, nicht zu sezieren.
— Thomas Babington Macaulay