Sprüche über Gewohnheit
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Wohin ich auch zu gehen gedenke, so muss ich doch erst immer einen Schlagbaum der Gewohnheit frei machen, so sorgfältig hat sie alle unsere Straßen verrammelt.
— Michel de Montaigne
Das Wesentliche befindet sich unter einem Berg täglichen Kleinkrams.
— Else Pannek
Gleichgültigkeit wirkt wie Raureif auf Knospen — Lieblosigkeit wie Frost.
— Else Pannek
Politik ist, wenn Selbstverständliches zur Errungenschaft wird.
— Else Pannek
An den Zigarren, die sie rauchen, und den Komponisten, die sie lieben, werdet ihr die Beschaffenheit der Menschenseelen erkennen.
— John Galsworthy
Im Wein ist Wahrheit, und mit beiden pflegt man anzustoßen.
— Peter Sirius
Was man Zuneigung nennt, ist in Wirklichkeit nichts andres als Sympathie der Gewohnheit
— Adam Smith
Wer Almosen gibt, gewöhnt sich daran, Geld und Gut nicht mehr zu bewundern.
— Johannes Chrysostomos
Wenn uns etwas aus dem gewohnten Geleise wirft, bilden wir uns ein, alles sei verloren, dabei fängt etwa Neues, Gutes an.
— Leo Tolstoi
Es ist ein gewöhnlicher Irrtum in der Politik, Mittel und Zweck zu verwechseln.
— Thomas Babington Macaulay
Jeder, der versucht aus der großen Herde, die da heißt ›Gesellschaft‹, auszubrechen, ruft das Mißfallen der Herde hervor.
— Francesco Petrarca
Mit Fünfzig haben Männer nur noch Gewohnheiten - eine davon ist ihre Frau.
— George Meredith
Sich unglücklich fühlen kann zur schlechten Angewohnheit werden.
— George Meredith
Es ist wirklich schwer einzusehen, wie Menschen, die der Gewohnheit, sich selbst zu regieren, vollständig entsagt haben, im stande sein könnten, diejenigen gut auszuwählen, die sie regieren sollen.
— Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville
Der Mensch bleibt in kritischen Situationen selten auf seinem gewohnten Niveau. Er hebt sich darüber oder sinkt darunter.
— Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville
Zu jeder Zeit und in jedem Lande findet, sobald ein Mann und eine Frau zusammen sind, eines von folgenden drei Dingen statt: entweder sie kehren einander den Rücken, oder sie gähnen innerlich, oder si …
— Hippolyte Taine
Gewohnheit ist eine schreckliche Tyrannin
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Der Mensch ist ein kleines Ding, man hat ihn bald auswendig gelernt, wenn man mit ihm vertraut wird.
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Bei einem jähen, plötzlichen Schlag bricht der Mensch zusammen, aber es gibt eine stille Art von Unglück, die sich einschleicht, wie ein ungebetener, lästiger Gast, von dem man täglich hofft, er werde …
— Wilhelmine von Hillern
Die kräftigste Gegenwirkung gegen die Entwicklung der Begehrlichkeit und Genußsucht ist die Gewöhnung an tüchtige Tätigkeit.
— Friedrich Paulsen