Sprüche über Gewohnheit
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Ein alter Baum lässt sich nicht mehr verpflanzen.
Gewohnheit ist der große Führer im Menschenleben.
— David Hume
Inwiefern sind Minister und Pantoffeln sich oft so gleich? Man gewinnt beide oft erst dann lieb, wenn sie abgetreten sind.
— Gottlieb Moritz Saphir
Niemand ist beklagenswerter als jener Mensch, dem nichts so sehr zur Gewohnheit geworden ist, wie die Unentschlossenheit.
— William James
Wahnsinn bei Individuen ist selten, bei Gruppen, Nationen und Epochen aber die Regel
— Friedrich Nietzsche
Die schlimmste Herrschaft ist die der Gewohnheit.
— Publius Syrus
Die Gewohnheit ist eine zweite Natur.
— Marcus Tullius Cicero
Was man Zuneigung nennt, ist in Wirklichkeit nichts anderes als Gewohnheit gewordene Sympathie.
— Jonathan Swift
Diejenige schlechte Gewohnheit, die man als letztes aufgibt, ist wohl die, anderen Leuten Ratschläge zu erteilen.
— John Steinbeck
Schubladendenken bleibt in vertrauten Dimensionen. Bevor Neues sie erweitern könnte, landet es in einer Schublade.
— Else Pannek
Es ist ein Brauch von Alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör
— Wilhelm Busch
Manchen Ehemännern genügt es vollkommen, wenn die Frau nur da ist, wie ein Stück Möbel.
— John Knittel
Selbst gebildete Frauen vertragen nicht immer andauernd gleichmäßiges Glück und fühlen einen unbegreiflichen Antrieb zu Teufeleien und Narrheiten, durch die Abwechslung ins Leben kommt.
— Honoré de Balzac
Bei furchtbaren Schicksalsschlägen das ganz Gewöhnliche tun, das hilft uns über den Abgrund.
— Martin Kessel
Liebe ist wie Suppe: der erste Löffel ist heiß, die folgenden werden immer kälter.
Das Laster ist die Natur des Menschen; die Tugend ist die Gewohnheit oder Maske.
— William Hazlitt
Das Geheimnis der Tugend ist die Gewohnheit
— Ludwig Andreas Feuerbach
Ein gebildeter Mann, der sein Herz an die Bequemlichkeit seines Heimes hängt, ist nicht wert, als gebildet betrachtet zu werden.
— Konfuzius
Fortwährendem Entbehren folgt Stumpfheit ebenso wie übermässigem Genuss.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Liebe in der Verbindung sollte die Vollendung eines schönen Traums sein und nicht, da sie zu häufig ist, das Ende.
— Alphonse Karr