Sprüche über Erinnerung
470 Sprüche — Seite 19
Einszweidrei, im Sauseschritt läuft die Zeit, wir laufen mit.
— Wilhelm Busch
Mein Wunsch für dich ist, dass du in deinem Herzen dankbar bewahrst all die kostbaren Erinnerungen an dein Leben.
Kannst du eigentlich ermessen, welch ein guter Freund du mir? Solltest du das je vergessen, wär das gar nicht nett von dir!
Im zwanzigsten Lebensjahr regiert der Wille, im dreißigsten das Wissen, im vierzigsten das Urteil.
— Benjamin Franklin
Jede Woche einmal sollten wir unseren Taufbund erneuern
— Karl Julius Weber
Bald holterpolter, wie gerädert, in einem Wagen, der nicht federt, bald sanft wie im Automobil, so kam er an sein Lebensziel.
— Wilhelm Busch
Auch das ist Kunst, ist Gottesgaben, aus ein paar sonnenhellen Tagen sich so viel Licht ins Herz zu tragen, dass, wenn die Sonne längst verweht, das Leuchten immer noch besteht.
— Johann Wolfgang von Goethe
Haß, als minus und vergebens, wird vom Leben abgeschrieben. Positiv im Buch des Lebens steht verzeichnet nur das Lieben. Ob ein Minus oder Plus uns verblieben, zeigt der Schluß.
Letzter Tag des Jahres, du Bild des letzten Lebens! Lehr, o lehre mich, dass nicht mein Leben einst sei gefloh'n und verschwunden wie das verschwundene Jahr!
— Friedrich Gottlieb Klopstock
Mond und Jahre vergehen, und sind immer vorhanden. Aber ein schöner Moment leuchtet das ganze Leben hindurch.
— Franz Grillparzer
Nie wirst du mit danken fertig, ist doch Freude gegenwärtig auch im kleinsten Ding. Nie wird man mit danken fertig, weiss man um den Sinn
Die Jahre werden vergehen, wenn wir uns nicht mehr sehen. Doch als Erinnerung an mich, schreib ich diesen Vers für dich.
Der Tod entwaffnet den Hass, bringt Neid und Verleumdung zum Schweigen und erlaubt der Gerechtigkeit, ihre Stimme zu Gunsten derer zu erheben, die ein Recht auf Bewunderung durch die Nachwelt habe …
Mag auch des Albums Schrift verbleichen, Freundschaft braucht ganz andere Zeichen. Im Herzen will ich bei dir stehen, mögen auch noch so viele Jahre vergehen.
Das Erinnern hat Zeit, und das Erlebnis hat keine Zeit
Rosen, Tulpen, Nelken, alle Blumen welken. Nur die eine nicht, und die heißt Vergissmeinnicht.
Die Blume kehrt wieder zur Wurzel zurück.
Es war im schönen Karneval, wo, wie auch sonst und überall, der Mensch mit ungemeiner List zu scheinen sucht, was er nicht ist.
— Wilhelm Busch
Angenehm ist am Gegenwärtigen die Tätigkeit, am Künftigen die Hoffnung und am Vergangenen die Erinnerung.
— Aristoteles
Man trägt doch eine eigentümliche Kamera im Kopfe, in die sich manche Bilder so tief und deutlich einätzen, während andere keine Spur zurücklassen.
— Bertha Freifrau von Suttner