Sprüche über Erinnerung
470 Sprüche — Seite 10
Wer immer die Wahrheit sagt, wird kein Gedächtniskünstler
— Joachim Ringelnatz
Wer eine Witwe ins Bett kriegt, kriegt den toten Mann ins Haus.
Ein nahtloses Fließband ist die Zeit, unendlich lang, unendlich breit. Was ist auf solchem Band ein Jahr? Nun, was für dich sein Inhalt war.
Gehe nicht ohne Gruß und Wort einfach von zu Hause fort, nicht dass es dann geschieht und du es nie wieder siehst.
Eltern, Freunde und Verwandte, Lehrer, Nachbarn und die Tante, alle soll'n sich hier vereinen und mir im Gedächtnis bleiben.
Von dem, was man erworben, ist das Beste die Erinnerung, wie man's erworben
— August von Kotzebue
Es ist töricht und falsch, die Gestorbenen zu betrauern. Wir sollten lieber Gott danken, dass diese Menschen leben durften.
— George Smith Patton
Wenn die Flüsse aufwärts fließen, Hirsch und Reh den Jäger schießen, alle Uhren rückwärts gehen, wir im Dunkeln auch gut sehen, und die Mäuse Katzen fressen, dann erst will ich dich vergessen.
Das Heisse ist vergessen, hat es erst einmal die Kehle passiert.
Du kamst, du gingst mit leiser Spur, ein flücht'ger Gast im Erdenreich; Woher? Wohin? Wir wissen nur: Aus Gottes Hand in Gottes Hand.
— Ludwig Uhland
Alles, was uns begegnet, lässt Spuren zurück. Alles trägt unmerklich zu unserer Bildung bei.
— Johann Wolfgang von Goethe
Das Leben der Gefühlvollen hat drei Epochen: Erwartung, Vergessen, Erinnerung.
— Nikolai Michailowitsch Karamsin
Unter Buchen, unter Linden, wirst du einst ein Blümlein finden, welches leise zu dir spricht: "Lebe wohl! vergiss mein nicht".
Der Winter geht nicht, ohne einen Blick zurück zu werfen.
Frühere Zeiten hält man immer für die besseren.
— Achim von Arnim
Jemand an die Gefälligkeiten zu erinnern, die man ihm getan hat, kommt einem Vorwurf gleich.
— Demosthenes
Zu verlangen, dass einer alles, was er je gelesen, behalten hätte, ist wie verlangen, dass er alles, was er je gegessen hat, noch in sich trüge
— Arthur Schopenhauer
Wie schade, dass so wenig Raum ist zwischen der Zeit, wo man zu jung, und der, wo man zu alt ist!
— Charles-Louis de Montesquieu
Vergiss nur nie bei deinem Streben, was deine Eltern dir gegeben, behalt sie lieb ein Leben lang, das ist für sie der schönste Dank!
Dein gedenk ich, still erfreut, selbsten in der Einsamkeit; ja, im dicksten Publikum schwebt mein Geist um Dich herum.
— Wilhelm Busch