Sprüche über die Tierwelt
773 Sprüche — Seite 30
Er sattelt den Ochsen und koppelt die Pferde.
Das Pferd soll zur Krippe gehn, nicht die Krippe zum Pferd.
Ein gut Pferd ist seines Futters wert.
Ein Pferd, das zuviel Futter kriegt, schupft seinen Herrn.
Ein schlecht Pferd, das sein Futter nicht verdient.
Wer dem Pferde seinen Willen läßt, den wirft es aus dem Sattel.
Wer mehr hinter die Pferde legt als vor sie, der füttert nicht lange.
Das Pferd will wohl den Hafer, aber nicht den Sattel.
Das Pferd, das den Hafer verdient, kriegt dessen wenig.
Wer sein eigen Pferd reiten will, muss seinen eigenen Hafer füttern.
Pferde fressen einen Mann, der sie mit Rat nicht halten kann.
Das Pferd stirbt oft, eh das Gras wächst.
Stirb nicht, lieber Hengst, es kommt die Zeit, wo Gras wächst.
Wenn das Pferd satt ist, so trauert es.
Pferde lassen sich zum Wasser bringen, aber nicht zum trinken zwingen.
Wenn das Pferd voll ist, so ist es faul.
Pferd ohne Zaum, Kind ohne Rut, tun nimmer gut.
Auf ein ungezäumt Pferd gehört ein alter Reiter.
Man muss das Pferd und nicht den Reiter zäumen.
Er zäumt das Pferd beim Schwanz auf.