Sprüche über die Tierwelt
773 Sprüche — Seite 15
Viele wollen eine Laus schinden und wissen noch nicht, wie viel Füße sie hat.
Marsch in dein Winterquartier, sprach der Wachtmeister zu der Laus, als er sie vom Bart unter die Hemdkrause setzte.
Er prangt wie die Laus auf einem Samtkragen.
Man braucht nicht Läuse in den Pelz zu setzen, sie kommen von selber hinein.
Lamm, Lamm! ist des Wolfes Vesperglocke.
Bergab leite mich, bergauf schone mich, in der Ebene brauche mich, sagt das Pferd.
Wenn Lämmer einmal neben Wölfen grasen, scheint eine andere Sonne.
Wir wollen's an den Balken schreiben, wo's Geißen und Kälber nicht ablecken.
Wenn due die Lämmer nicht achtest, wird die Herde bald zugrunde gehen.
Wenn das Schaf gestohlen ist, so sagt der Schäfer: der Wolf hat's getan.
Steht er doch da, als wenn er lammen wollte!
Es grüßt kein Wolf ein Lamm.
Die Laus, die erst in den Pelz kommt, ist schlimmer, als die darin gewachsen ist.
Er kann einer Laus ein Paar Stelzen machen.
Die Laus weidet im Grinde sich fett und geht im alten Pelz auf Stelzen.
Wer lausig ist, wird bald grindig.
Wenn die Laus in den Grind kommt, so hebt sie den Hintern in die Höhe und wird stolz.
Wenn die Laus einmal im Pelz sitzt, so ist sie schwer wieder herauszubringen.
Es ist ein albern Schaf, das dem Wolf beichtet.
Ein schlecht Pferd, das sein Futter nicht verdient.