Sprüche zu Berufe und Handwerk
127 Sprüche — Seite 3
Kundschaft macht Freundschaft, Freundschaft macht Küssen, und Küssen macht Kinder.
Wer die Hure zur Ehe nimmt, ist ein Schelm oder will einer werden.
Wer das Handwerk versteht, verrät den Meister nicht.
Wer zuerst in die Mühle kommt, mahlt zuerst.
Neunerlei Handwerk, achtzehnerlei Unglück.
Viel Handwerke verderben den Meister.
Es legt kein Krämer aus um e i n e s Käufers willen.
Besser ein gesunder Bauer denn ein kranker Kaiser.
Schmieds Sohn ist der Funken gewohnt.
Vor der rechten Schmiede wird man recht beschlagen.
Rechter Richter, richte recht: Gott ist Richter, du bist Knecht.
Richter, steh dem Rechte bei, denk, dass ein Richter ob dir sei.
Richter sollen zwei gleiche Ohren haben.
Wer viel Handwerke zugleich lernt, der lernt selten eins wohl.
So weit Handwerksgewohnheit geht, so weit kann sich ein Handwerksmann helfen.
Wird der Bauer ein Edelmann, so guckt er den Pflug mit Brillen an.
Wenn der Mühlgraben trocken steht, ist auch der Mehlkasten leer.
Ich sehe so tief in einen Mühlstein als ein anderer.
Müller, Schneider und Weber werden nicht gehenkt, das Handwerk ginge sonst aus.
Für Müllers Henne, Bäckers Schwein und der Witfrau Knecht soll man nicht sorgen.