Sprüche zu Berufe und Handwerk
127 Sprüche — Seite 2
Wie der Meister, so das Werk.
Drei Dinge machen einen guten Meister: Wissen, Können und Wollen.
Der Mensch ist eher geboren als der Amtmann.
Wer ein Schreiner werden will, muss auch harte Bretter bohren lernen.
Den Bauern erkennt man an der Gabel, den Advokaten am Schnabel.
Wer ein Amt bekommt, bleibt nicht wie er ist. Lung' und Leber kehren sich um.
Wenn die Buben Soldaten spielen, so gibt's Krieg.
Wenn Unfried ist in aller Welt, gilt der Soldat das meiste Geld.
Gibst du mir Geld, spricht der Schuster, so geb ich dir Schuh.
Geh lieber zum Schmied als zum Schmiedchen.
Müllers Henn und Witwers Magd hat selten Hungersnot geklagt.
Wie's auf die Mühle kommt, so wird's gemahlen.
Mühl ohne Gang, Glock ohne Klang, Hand ohne Gaben, Schul ohne Knaben, will niemand haben.
Kundschaft verderbt manchen Mann.
Es pflegt nicht leicht ein Krämer einen Markt zu versäumen.
Geh hin und werd ein Krämer, sagt der Henker zu seinem Knecht.
Geht der Handel nicht so, wie d u willst, so geh, wie e r will.
Des Hirten Not, der Schafe Tod.
Handel und Wandel leidet keine Freundschaft.
Weil die Obrigkeiten in der Schrift Götter heißen, so meint jeder Amtmann, er wär' ein Ölgötz