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Sprüche und Zitate von Christian Friedrich Hebbel

118 Zitate — Seite 4

  1. Es gleicht, wer jedem zu raten, statt einem zu helfen, wählt, einer tüchtig sausenden Mühle, der es an Steinen fehlt.

  2. Was der Mensch auch gewinnt, er muss es teuer bezahlen, wär es auch nur mit der Furcht, ob er's nicht wieder verliert.

  3. Mit Blitzen kann man die Welt erleuchten, aber keinen Ofen heizen.

  4. Natur wiederholt ewig in weiterer Ausdehnung denselben Gedanken. Darum ist der Tropfen ein Bild des Meeres.

  5. Einem warf ich im Schiffbruch ein Brett zu. Vom Tode gerettet, sprach er: "Was kostet das Brett? Dankbar bezahl' ich das Holz!"

  6. Der Genuss des Humors setzt höchste geistige Freiheit voraus

  7. Wie viele Lichter verdanken bloß Ihrem Leuchter, dass man sie sieht.

  8. Des Menschen Glück ist nicht an seine Kraft, sondern an seine Laune geknüpft.

  9. Wie oft verwechselt man Einfälle mit Ideen!

  10. Der Utopist sieht das Paradies, der Realist das Paradies plus Schlange

  11. Wenn ein Paar Liebende einander versprechen, dass sie aneinander denken wollen, so versprechen sie sich eigentlich, dass sie atmen wollen.

  12. Eine Reise ist der Trunk aus der Quelle des Lebens.

  13. Nur in der Träne des Schmerzes spiegelt sich der Regenbogen einer besseren Welt.

  14. Der Jugend wird oft der Vorwurf gemacht, sie glaube, dass die Welt mit ihr erst anfange. Aber das Alter glaubt noch öfter, dass mit ihm die Welt aufhöre.

  15. An kleinen Dingen muss man sich nicht stoßen, wenn man zu großen auf dem Weg ist.

  16. Halte das Glück wie den Vogel: so leise und lose wie möglich! Dünkt er sich selber nur frei, bleibt er dir gern in der Hand.

  17. Mancher findet nur darum ein Haar in der Suppe, weil er das eigene Haupt schüttelt, solange er ißt.

  18. Nicht was der Mensch ist, nur was er tut, ist sein unverlierbares Eigentum.

  19. Unsere Tugenden sind meist die Bastarde unserer Sünden.

  20. Eine Reise ist wie ein Trunk aus der Quelle des Lebens.