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Sprüche und Zitate von Arthur Schopenhauer

142 Zitate — Seite 5

  1. Vorhandenes Vermögen soll man betrachten als eine Schutzmauer gegen die vielen möglichen Übel und Unfälle, nicht als eine Erlaubnis oder gar Verpflichtung, die Plaisiers der Welt heranzuschaffen.

  2. Man sollte beständig die Wirkung der Zeit und die Wandelbarkeit der Dinge vor Augen haben und daher bei allem, was jetzt stattfindet, sofort das Gegenteil imaginieren.

  3. Überhaupt wirkt das Beispiel als ein Beförderungsmittel der guten und schlechten Charaktereigenschaften: Aber es schafft sie nicht.

  4. Der Muskel wird durch starken Gebrauch gestärkt, der Nerv hingegen dadurch geschwächt. Also übe man seine Muskeln durch jede angemessene Anstrengung, hüte hingegen die Nerven vor jeder.

  5. Am Baume des Schweigens hängt seine Frucht, der Friede

  6. Was aber die Leute gemeiniglich das Schicksal nennen, sind meistens nur ihre eigenen dummen Streiche.

  7. Man lasse den guten Gedanke nur den Plan frei: sie werden kommen.

  8. Wie Fackeln und Feuerwerk vor der Sonne blass und unscheinbar werden, so wird sowohl Schönheit als Geist, ja Genie, überstrahlt von der Güte des Herzens.

  9. Die Höflichkeit ist dem Menschen was die Wärme dem Wachs.

  10. Jedes Kind ist gewissermaßen ein Genie und jedes Genie gewissermaßen ein Kind.

  11. Heiraten heißt, seine Rechte halbieren und seine Pflichten verdoppeln.

  12. In Deutschland ist die höchste Form der Anerkennung der Neid

  13. Die Gesundheit überwiegt allen äußeren Gütern so sehr, dass wahrlich ein gesunder Bettler glücklicher ist als ein kranker König

  14. Ein jedes Problem durchläuft bis zu seiner Anerkennung drei Stufen: In der ersten wird es lächerlich gemacht, in der zweiten bekämpft, in der dritten gilt es als selbstverständlich

  15. Ist einer heiter, so ist es einerlei, ob er jung oder alt ist, gerade oder buklig, arm oder reich sei - er ist glücklich!

  16. Die Geschichte ist eine Fortsetzung der Zoologie

  17. All unser Übel kommt daher, dass wir nicht allein sein können.

  18. Der wahre, tiefe Frieden des Herzens und die vollkommene Gemütsruhe sind allein in der Einsamkeit zu finden.

  19. Man ist nie eifersüchtiger, als wenn man in der Liebe anfängt zu erkalten. Man traut der Geliebten nicht mehr, weil man dunkel fühlt, wie wenig einem selbst mehr zu trauen ist.

  20. Jeder Tag ist ein neues Leben, jedes Aufwachen und Aufstehen eine kleine Geburt, jeder frische Morgen ist eine kleine Jugend und jedes Zubettgehen und Einschlafen ein kleiner Tod ...