Sprüche über Alter
610 Sprüche — Seite 29
Der Mann hat anderes zu tun als der Jüngling
— Francesco Petrarca
Es gibt ja nichts so Unwilliges wie das Alter.
— Francesco Petrarca
Und wenn schon in keinem Lebensalter irgend etwas von langer Dauer ist, so ist im Alter alles auf das kürzeste befristet.
— Francesco Petrarca
Jede Periode des Lebens hat ihre Leidenschaften. Das Alter, das man für das weiseste halten sollte, hat gewöhnlich die schmutzigsten
— Johann Gottfried Seume
Wir finden, dass alle, die ein sehr hohes Alter erreichten, solche Menschen waren, die in der Jugend Mühe, Arbeit, Strapazen ausgestanden haben
— Christoph Wilhelm Hufeland
Mit dem Menschen ist es wie mit dem Baum: er wächst von innen her und verdorrt auch so.
— Hermann Stehr
Nur der Ehrgeiz altert nicht, und das, woran sich das tatenlose Alter am meisten freut, ist nicht, wie man behauptet, das Geld, sondern die Ehre.
— Thukydides
Trotz ist die jugendliche Form von Altersstarrsinn.
— Leo Trotzki
Bisweilen macht sich das Schicksal über einen armen Teufel lustig, und lässt ihn im Greisenalter reich werden.
— Otto Weiss
Unsere Jugend sammelt nur Seufzer für das Alter
— Edward Young
Über die Torheiten unserer Jugend erröten wir nicht, aber über die Torheiten unseres Alters.
— Edward Young
Die Alten hatten ein Gewissen ohne Wissen; wir heutzutag haben das Wissen ohne Gewissen.
— Julius Wilhelm Zincgref
Einen großen Reiz des Alters vergißt man gewöhnlich, nämlich die ruhige Resignation
— Graf Karl Christian Ernst von Bentzel-Sternau
Dankbarkeit ist eine schöne Tugend, zieret das Alter und die Jugend; wen man undankbar nennen kann, dem hängen aller Laster an.
— Georg Rollenhagen
Mit Fünfzig haben Männer nur noch Gewohnheiten - eine davon ist ihre Frau.
— George Meredith
Der Jungen Lob wird's mehren, wenn sie das Alter ehren; doch große Tugend ist's der Alten, der Jugend was zu gut zu halten.
— Bernhard Freidank
Wer seinen Mund in Gewalt, der wird in Ehren werden alt!
— Bernhard Freidank
Mit dem Alter beginnen die Schwächen des Lebens; umso mehr muss die Seele ihnen standzuhalten bereit sein.
— Theodor Toeche-Mittler
Große Taten erscheinen uns oft so bewundernswert, dass wir sie nur von gereiften, erfahrenen, gefestigten Männern ausgeführt glauben und zu diesen wie zu Greisen verehrungsvoll aufschauen: wie staunen …
— Theodor Toeche-Mittler
Ich wollte das Alter gern der Jugend gleichsetzen, wenn es nur nicht die Enge der Bewegung, die Schwere der Erinnerung, die Bitternis der Erfahrung hätte.
— Theodor Toeche-Mittler