Sprüche über Vorsicht
495 Sprüche — Seite 17
Mit einem Talent mehr steht man oft unsicherer als mit einem weniger: Wie der Tisch besser auf drei als auf vier Füßen steht.
— Friedrich Nietzsche
Ich scheue Kritik, die nur verletzt, ohne zu bessern und halte die meinige nicht einmal für berechtigt. Zuerst muss man wissen, dann erst fragt sich, ob man besser wisse.
— Alexander von Villers
Heuchler sind die gefährlichsten Feinde.
— Tacitus
Im Fortschritt der Geschichte nimmt die Phantasie ab und das Denken zu.
— Charles Robert Darwin
Wir wandeln auf Glatteis und sind keinen Augenblick sicher, dass wir nicht fallen.
— Friedrich Vischer
Wir können nicht aus der Traurigkeit heraus, wenn wir uns ständig den Puls fühlen.
— Martin Luther
Wer sich vom Wolfe Rat lässt geben, dessen Schafen geht's ans Leben.
— Bernhard Freidank
Empfindlich ist das Auge des Freundes, ein Sandkorn verletzt es.
Unternimm nie etwas, wozu du nicht das Herz hast, dir den Segen des Himmels zu erbitten.
— Georg Christoph Lichtenberg
Die Alten glauben alles. Die Gereiften misstrauen allem. Die Jungen wissen alles.
— Oscar Wilde
Verjage die Fliege von der Stirn deines Freundes nicht mit dem Beil.
Es ist sehr gefährlich einen Abgrund in zwei Sätzen zu überspringen
Der Weise ist besorgt, sein Vermögen zu erhalten, auch wohl zu vermehren. Daher er unnützen Aufwand meidet, um die Mittel zu haben zu unvorhergesehenen Ausgaben.
— Karl Julius Weber
Man nehme sich vor allen Personen in Acht, welche das bittere Gefühl des Fischers haben, der nach mühevollem Tagewerk am Abend mit leeren Netzen heimfährt.
— Friedrich Nietzsche
Der wichtigste Gedanke auf dem Gipfel gilt dem Weg nach unten.
— Reinhold Messner
Jeder Aufstieg in große Höhen geschieht auf einer Wendeltreppe.
— Francis Bacon
Verachtung ist das Gefühl eines vorsichtigen Mannes für einen Feind, der zu mächtig ist, um ihn gefahrlos zu bekämpfen.
— Ambrose Bierce
Wenn man sich beim Leben allzusehr auf die Finger sieht, lebt man nicht mehr. Der Blick schafft sich dann das, was er sucht, und man wird zu dem, was zu sein man sich einredet.
— André Gide
Selbst ein Drache nimmt nur einen Weg, den er kennt.
Schenkt Worten keinen Glauben, wenn nicht Werke dahinter stehen.
— Maria Ward