Sprüche über Verbrechen
129 Sprüche — Seite 5
Diebe ruhen nie, Wächter ab und zu.
Warum halten sich die Menschen für scharfsichtiger, wenn sie das geheime Böse entdecken, als das geheime Gute?
— Jean Paul
Wer Diebe fasst, soll auch die Beute fassen. Wer Ehebrecher fasst, soll immer beide fassen
Der Krieg hat einen langen Arm. Noch lange, nachdem er vorbei ist, holt er sich seine Opfer.
— Martin Kessel
Wenn die Spartaner wie wir zwei Westentaschen, zwei Hosentaschen, drei Fracktaschen und fünf Oberrücktaschen gehabt hätten, sie hätten auch mehr gestohlen.
— Gottlieb Moritz Saphir
Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen
— Christian Johann Heinrich Heine
Wahrlich ist der Mensch der König aller Tiere, denn seine Grausamkeit übertrifft die ihrige. Wir leben vom Tode anderer. Wir sind wandelnde Grabstätten!
— Leonardo da Vinci
Heutzutage regiert der Rekord, die Sensation, die Freude am Sinnlosen. Die Zeit war noch nie so günstig für Verbrecher.
— Wilhelm Hasenclever
Wenn der Mensch keinen Genuß mehr an der Arbeit findet und nur arbeitet, um so schnell wie möglich zum Genuß zu gelangen, so ist es nur ein Zufall, wenn er kein Verbrecher wird.
— Christian Matthias Theodor Mommsen
Die Geburt ist offenbar ein Schwerverbrechen, denn sie wird mit dem Tode bestraft.
— Voltaire
Der Trieb, unser Geschlecht fortzupflanzen, hat noch eine Menge anderes Zeug fortgepflanzt.
— Georg Christoph Lichtenberg
Christus ist um Geld verraten worden.
Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.
— August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
Liebe zum Geld erzeugt die eine Hälfte der Übel in dieser Welt, Mangel an Geld die andere.
Gott schuf das Böse, damit die Hölle nicht leer steht.
Die Geschichte ist meistens die Schande des Menschengeschlechts.
— Johann Gottfried Seume
Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt.
— Wilhelm Busch
Sieh dir nicht an, wie Diebe ihr Mahl verzehren, sondern wie sie ihre Strafe erleiden.
Ein guter Mensch erringt einen Sieg und belässt es dabei. Er geht nicht zu Gewalttaten über.
— Laotse
Alle Robbenjagd ist eine gemeine, erbarmungslose Schlächterei, bei welcher sich Rohheit und Gefühllosigkeit verbinden.
— Alfred Edmund Brehm