Sprüche über Verachtung
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Der von Einbildungskraft entblösste Verstand möchte selbst die Natur abschätzig behandeln, wenn sie nur nicht stärker wäre als er.
— Germaine Madame de Stael
Verachtung darf nicht über unsere Selbstachtung hinausgehen.
— Heinrich Martin
Leider, dem Mitleid entsprießt nur allzuoft die Verachtung; darum verberge Dein Leid tief in der innersten Brust.
— Heinrich Martin
Verachtung stärkt den Geist zur Selbstüberwachung, weil wir am besten die volle Schwere und die große Kluft zwischen uns und dem Verachteten verstehen.
— Heinrich Martin
Alle Buckligen verachten jeden ohne Buckel; alle krummen Nasen rümpfen sich verächtlich, wenn sie einer geraden begegnen.
— Alphonse Daudet
Für einen Arzt und einen Richter ist es schwer, kein Verächter der Menschen zu werden.
— Theresa Keiter
Kein Mensch, auch nicht der allerverkommenste, verträgt es, unwert geachtet zu werden. Wenn ihn alle Welt verachtet, sucht er nach seinesgleichen, bei denen seine Taten etwas gelten.
— August Pauly
Verachten, wo man geliebt hat, tief und innig geliebt hat! – Gott sei gnädig und bewahre jedes Menschenherz vor solchem Jammer!
— Sophie Alberti
Aus Vertraulichkeit entsteht Verachtung
Verachte das Geld nicht. Wir können ohne das Geld nicht leben.
— John Knittel
Verächtlich ist, wer als Verleumder spricht, doch noch verächtlicher der Überbringer.
— Friedrich von Bodenstedt
Eltern verachten ist ein Stück von einem gottlosen Menschen.