Sprüche über Tot
313 Sprüche — Seite 6
Aller Tod in der Natur ist Geburt, gerade im Sterben erscheint sichtbar die Erhöhung des Lebens
— Johann Gottlieb Fichte
Obwohl jeder das Schicksal hat, einmal zu sterben, lege deinen Kopf nicht in den Rachen des Löwen.
— Saadi Moscharrefoddin
Denn Liebe, sagt man, ist nur Hoffen und wird, gewährt, vom Tod betroffen.
— Carl Leberecht Immermann
Was uns beim Sterben weh tut, ist das Leben
— Jean Anouilh
Oft denke ich an den Tod, den herben, und wie am End' ich's ausmach?! Ganz sanft im Schlafe möcht' ich sterben und tot sein, wenn ich aufwach!
— Karl Spitzweg
Wer sich nicht zu freuen vermag, den schlagt tot! – Der ist des Lebens nicht wert, für den es keinen Reiz hat.
— Richard Wagner
Ich höre auf zu leben, aber ich habe gelebt
— Johann Wolfgang von Goethe
Mensch: ein Lebewesen, das klopft, schlechte Musik macht und seinen Hund bellen läßt. Manchmal gibt er auch Ruhe, aber dann ist er tot.
— Kurt Tucholsky
Das Sichtbare ist vergangen - es bleibt nur die Liebe und Erinnerung
O lieb, solang du lieben kannst. O lieb, solang du lieben magst! Die Stunde kommt, die Stunde kommt, wo du an Gräbern stehst und klagst. Und sorge, dass dein Herze glüht und Liebe hegt und Liebe …
— Hermann Ferdinand Freiligrath
Unser Schmetterling lernt fliegen. Es tut so weh.
Mancher Gedanke fällt um wie ein Leichnam, wenn er mit dem Leben konfrontiert wird.
— Christian Morgenstern
Niemand kennt den Tod. Es weiß auch keiner, ob er nicht das größte Geschenk für den Menschen ist.
— Sokrates
Das kostbarste Vermächtnis eines Menschen ist die Spur, die seine Liebe in unseren Herzen zurückgelassen hat.
Es gibt zwei Arten von Abschieden: den einen erlebt man, den andern erleidet man.
Möglicherweise ist ein Begräbnis unter Menschen, ein Hochzeitsfest unter Engeln.
— Khalil Gibran
Der Tod ist wie ein Horizont, er ist lediglich die Grenze unseres Sehvermögens.
Der Tod ist groß. Wir sind die Seinen. Lachenden Munds. Wenn wir uns mitten im Leben meinen, wagt er zu weinen, mitten in uns
— Rainer Maria Rilke
Der Mensch lernt, solange er lebt, und stirbt doch unwissend.
Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben.