Sprüche über Spuren
130 Sprüche — Seite 6
Nichts ist verloren, wo der Same des Guten bleibt
— Johann Georg Adam Forster
Das Männliche stammte ursprünglich von der Sonne, das Weibliche von der Erde, das Doppelgeschlecht vom Mond, da auch der Mond an beiden teilhat
— Aristophanes
Kain und Abel bilden so ziemlich den ganzen Inhalt der Weltgeschichte
— Emanuel Wertheimer
Der Umgang mit Lebewesen hinterlässt Spuren im Seelenleben.
— Else Pannek
Du hast den Lebensgarten verlassen, doch deine Blumen blühen weiter.
Die Nacht verbirgt die Welt, enthüllt aber das Weltall.
Das Paradies liegt nicht auf Erden, aber Stückchen davon sind wohl vorhanden
— Jules Renard
Der Schmerz ist für eine tiefe Seele wie ein Stein, der in einen Brunnen fällt; er wird nie mehr herausgehoben.
— Eleonore van der Straten-Sternberg
Im Handel steckt der ganze Reichtum, im Ackerbau der halbe, im Fürstendienst ein Viertel davon, im Betteln ist keine Spur von ihm.
Man behält immer die Spuren seiner Abstammung
— Ernest Renan
Jedes böse Beispiel legt in das jugendliche Herz den Samen des Bösen, der sich später zur giftigen Frucht entwickelt.
— Ignaz Anton Demeter
Die Süßigkeit des Rausches kommt aus des Weines Herbe.
— Hafis
Jeder Grashalm, jedes Blatt, jede einzelne Blüte ist ein Zeichen der Hoffnung.
— John Richard Jefferies
Denn das ist eben die große und gute Einrichtung der Natur, dass in ihr alles im Keim da ist und nur auf eine Entwicklung wartet.
— Johann Gottfried Herder
Zerstreutheit ist ein Zeichen von Klugheit und Güte. Dumme und boshafte Menschen sind immer geistesgegenwärtig.
— Charles Joseph Fürst von Ligne
Ist es nicht merkwürdig, dass man dem Menschen fast immer am Gesicht anmerkt, wie sein Magen aussieht?
— Jakob Bosshart
Nicht bloß von dem gedruckten Küchenzettel, sondern auch von dem geschriebenen lässt sich auf den Geist der Küche schließen
— Eugen von Vaerst
Wie vertraut ein Mann mit Frauen sei, es bleibt viel Fremdes doch dabei
— Bernhard Freidank
Die Menschenseele ist ein kleiner fliegender Samenstaub, der einen guten Boden sucht, um auch Charakter zu werden
— Bettina von Arnim
Wohl dem, dem nicht körperliche Schwäche, nicht Entsagung, sondern Erfahrungsreichtum, Weisheit die Anzeichen des Alters bringen!
— Theodor Toeche-Mittler