Sprüche über Spuren
130 Sprüche — Seite 4
Nur das Sommergras ist noch da von den Träumen früherer Helden.
— Matsuo Bashō
Reiß nie das Band der Freundschaft im Streit zu schnell entzwei; wird es auch neu gebunden, ein Knoten bleibt dabei.
Denn der Mensch als Kreatur hat von Rücksicht keine Spur.
— Wilhelm Busch
Der Wind weht, wo er will. Du hörst sein Rauschen, weißt aber nicht, woher er kommt, noch wohin er geht.
Die Dinge, die uns einmal vertraut gewesen sind, werden es uns leicht wieder, und diese Leichtigkeit zusammen mit der Erinnerung macht sie uns teuer, ohne dass wir wissen warum.
— Alfred de Musset
Über eine Spur von Geist in einer Frau freuen wir uns ebenso wie über ein paar Worte, die ein Papagei richtig herausbringt.
— Honoré de Balzac
Nie kann ganz die Spur verlaufen einer starken Tat.
— Rainer Maria Rilke
Suchst du dich selbst, so suche draußen in der Welt. Suchst du die Welt, so suche in dir selbst.
— Rudolf Steiner
Wer Wunder sucht, braucht nicht weit zu gehn, er muss nur hören, fühlen, sehn, denn sie geschehen täglich - gerade jetzt ist eines möglich.
In allem Streben und Forschen suche ich hinter dam Geheimnis des Lichtstrahls ehrfürchtig das Geheimnis des göttlichen Geistes.
— Max Planck
Wo Leben ist, führt immer auch eine Spur zum Glück.
Am Leben zu sein, heißt Narben tragen.
— John Steinbeck
Küsse sind das, was von der Sprache des Paradieses übrig geblieben ist
— Marie Curie
Ohne ein bißchen Bosheit kann der Mensch unmöglich witzig sein.
— Thomas Babington Macaulay
Der Mensch ist eine Episode, ein Augenblick im Weltschicksal.
— Oswald Spengler
Das gemeinsame Glück zweier Menschen ist nichts anderes als zwei kleine, nebeneinander geritzte Striche in die Unendlichkeit.
— Robert Musil
Kleinigkeiten sind es, die Perfektion ausmachen, aber Perfektion ist alles andere als eine Kleinigkeit
— Sir Frederick Henry Royce
Der Ruhm, wie alle Schwindelware, hält selten über tausend Jahre. Zumeist vergeht schon etwas eh'r die Haltbarkeit und die Kulör.
— Wilhelm Busch
Gott erblicken wir nicht, aber überall erblicken wir Göttliches.
— Friedrich von Schlegel
Die alte Zeit liegt zu fern von uns ab, als dass wir ihre Bräuche unmittelbar hinübernehmen könnten.
— Adolph Kolping