Sprüche über Neugier
126 Sprüche — Seite 6
Wenn die Neugier sich auf ernsthafte Dinge richtet, dann nennt man sie Wissensdrang.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Jugend bedeutet den Sieg der Abenteuerlust über den Hang zur Bequemlichkeit, den Sieg des Mutes über die Mutlosigkeit.
— Perikles
Man macht sich immer übertriebene Vorstellungen von dem, was man nicht kennt.
— Albert Camus
Jugend ist beständige Trunkenheit: sie ist das Fieber der Vernunft.
— François de la Rochefoucauld
Nur wer sich auf den Weg macht, wird neues Land entdecken.
— Hugo von Hofmannsthal
Man hat beobachtet, dass die Nase niemals glücklicher ist, als wenn sie in anderer Leute Angelegenheiten steckt. Daraus haben einige Physiologen geschlossen, dass ihr der Geruchssinn fehle.
— Ambrose Bierce
Für des Menschen wilde Brust ist keine Heimat möglich.
— Johann Christian Friedrich Hölderlin
Wir lernen die Menschen nicht kennen, wenn sie zu uns kommen, wir müssen zu ihnen gehen, um zu erfahren, wie es mit ihnen steht.
— Johann Wolfgang von Goethe
Die Neugierde der Kinder ist der Wissensdurst nach Erkenntnis, darum sollte man diese in ihnen fördern und ermutigen
— John Locke
Willst Du Männer gesprächig machen, so sprich von Sachen, soll dein Gespräch mit Frauen sich lohnen, so sprich von Personen.
— Ludwig Anton Salomon Fulda
Was dir noch neu ist, wird dich auch reizen, was mir schon Spreu ist, ist dir noch Weizen.
— Friedrich Rückert
Labyrinthe reizen zwar zum Hindurchgehen, aber meist nur, solange es ein übersichtliches Vergnügen ist.
— Johann Jakob Bachofen
Verächtlich ist, wer als Verleumder spricht, doch noch verächtlicher der Überbringer.
— Friedrich von Bodenstedt
Wenn deine Gegenwart makellos ist, so untersucht man deine Vergangenheit.
— Georg Christoph Lichtenberg
Was du ins Ohr flüsterst, wird tausend Meilen weit gehört.
Und wenn du noch so oft an ihre Türen klopfst, die Natur wird nie erschöpfend Auskunft geben.
— Iwan Turgenjew
Wer an der Küste bleibt, kann keine neuen Ozeane entdecken.
— Ferdinand Magellan
Jede große Zeit erfasst den ganzen Menschen.
— Christian Matthias Theodor Mommsen
Der Zartfühlende vermeidet den Anblick fremden Leides, dem er nicht helfen kann, während der rohe Naturmensch es um dieser egoistischen Lust willen aufsucht.
— Karl Robert Eduard von Hartmann
Unter allen Einmischereien ist die, die sich mit Mann und Frau beschäftigt, für alle Teile die verhängnisvollste.
— Elizabeth von Arnim