Sprüche über Neugier
126 Sprüche — Seite 5
Alle Vergnügungen auf jede Weise genießen zu wollen, ist unvernünftig. Alle Vergnügungen ganz vermeiden zu wollen, ist gefühllos.
— Plutarch
Frauen haben einen wundersamen Instinkt. Alles entdecken sie, nur das Nächstliegende nicht
— Oscar Wilde
Nur der Denkende erlebt sein Leben, am Gedankenlosen zieht es vorbei.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Je mehr man weiß, je mehr hat man zu lernen. Mit Wissen nimmt Nichtwissen in gleichem Grade zu, oder vielmehr Wissen des Nichtwissens.
— Friedrich von Schlegel
Ein Buch veröffentlichen heißt soviel, wie bei Tisch vor den Ohren der Dienerschaft sprechen.
— Henry de Montherlant
Daran vor allem erkennt man den Klugen, dass er schnell begreift, geduldig zuhört, dass er nicht nach eigener Lust, sondern gemäß einer tieferen Einsicht seinen Pflichten obliebt und dass er sich nich …
Wer zuviel ißt, fühlt sich nicht wohl. Wer zuviel redet, kann mit seinen Nachbarn nicht in Frieden leben.
Nicht der Abstand bestimmt die Entfernung. In der Enge unseres heimatlichen Gartens kann es mehr Verborgenes geben als hinter der Chinesischen Mauer.
— Antoine de Saint-Exupéry
Die Jugend soll ihre eigenen Wege gehen, aber ein paar Wegweiser können nicht schaden.
— Pearl S. Buck
In seiner Kühnheit, alles in Kauf zu nehmen, stürzt sich der Mensch in verbotene Frevel.
— Horaz
Heutzutage regiert der Rekord, die Sensation, die Freude am Sinnlosen. Die Zeit war noch nie so günstig für Verbrecher.
— Wilhelm Hasenclever
Keine Eitelkeit ist lächerlicher als die der Leute, die aus Unruhe oder Neugierde auf Reisen gehen.
— Jean de la Bruyère
Zu reden, wenn man nicht gefragt wurde, das nennt man Geschwätzigkeit
— Chuang-tzu
Der Umweg übers Reden ist die gebräuchlichste und sicherste Art Schweigsamkeit, mit der Menschen sich vor andern verbergen.
— Hermann Stehr
Männer heiraten, weil sie müde, Frauen, weil sie neugierig sind; beide werden enttäuscht.
— Oscar Wilde
Alles Wissen geht aus einem Zweifel hervor und endigt in einem Glauben.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Die erste Liebe besteht aus etwas Dummheit und sehr viel Neugierde
— George Bernard Shaw
Solange man selbst redet, erfährt man nichts
— Marie von Ebner-Eschenbach
Nichts ist dem Interesse so zuwider als Einförmigkeit, und nichts ihm dagegen so günstig als Wechsel und Neuheit.
— Heinrich von Kleist
Nur in seinem Suchen findet der Geist des Menschen das Geheimnis, welches er sucht.
— Friedrich von Schlegel