Sprüche über Liebe
1614 Sprüche — Seite 23
Tadelt man, dass wir uns lieben, dürfen wir uns nicht betrüben: Tadel ist von keiner Kraft. Andern Dingen mag das gelten, kein Missbilligen, kein Schelten, macht die Liebe tadelhaft.
— Johann Wolfgang von Goethe
Verliebtsein ist nur ein außerordentlicher Fall von freiwilliger Blindheit!
— Honoré de Balzac
Liebe hat ein gut Gedächtnis.
Wo die Liebe hinfällt, da bleibt sie liegen, und wär' es ein Misthaufen.
Liebe ist die Fähigkeit, Ähnliches an Unähnlichem wahrzunehmen
— Theodor W. Adorno
Wer nicht eifert, liebt nicht.
Alles, was wir mit Wärme und Enthusiasmus ergreifen, ist eine Art der Liebe.
— Wilhelm von Humboldt
Die Liebe ist der Dichtung Stern, Die Liebe ist des Lebens Kern, Und wer die Lieb' hat ausgesungen, Der hat die Ewigkeit errungen.
— Friedrich Rückert
Die Liebe des Vaters kommt aber der der Kinder zuvor.
— Nikolaus von Kues
Der geliebte Mensch scheint dort zu stehen, wo sonst etwas fehlt.
— Robert Musil
Der Gott muss in den Liebenden sein, ihre Umarmung ist eigentlich seine Umschließung, die sie in demselben Augenblicke gemeinschaftlich fühlen, und hernach auch wollen.
— Friedrich Schleiermacher
Was auch als Wahrheit oder Fabel in tausend Büchern dir erscheint, das alles ist ein Turm zu Babel, wenn es die Liebe nicht vereint.
— Johann Wolfgang von Goethe
Was die Liebe so lästig macht, ist der Umstand, dass sie ein Verbrechen ist, das man nicht ohne Komplizen begehen kann.
— Charles Baudelaire
Die Eifersucht stirbt viel später als die Liebe.
— Herbert George Wells
Liebe und Hass sind die Hörner am selben Stier.
Notwendiger ist: zu lieben, um zu verstehen, als zu verstehen, um zu lieben.
— Henry de Montherlant
An allen meinen Leiden ist nur die Liebe schuld.
— Giovanni Paisiello
Liebe, aber wahrhaftig! Und es fallen dir alle anderen Tugenden von selbst zu.
— Ludwig Andreas Feuerbach
Dass sie ewig grünen bliebe, die schöne Zeit der jungen Liebe.
— Friedrich von Schiller
Ich liebe meine irdischen Freunde als Gefährten der Ewigkeit.
— Mechthild von Magdeburg