Sprüche über Individualismus
100 Sprüche — Seite 5
Jede Gans hat ihren Kopf.
Er ist weder Fuchs noch Hase.
Es ist schwer, vorwärts zu schreiten und nur sich zu sehen
— Ernst Friedrich August Rietschel
Die höchste Lebensqualität ist nicht erreicht, wenn man es am bequemsten hat, sondern wenn man sich am besten entfalten kann.
— Henriette Wilhelmine Hanke
Wie unter den tausend Blättern eine Baumes nicht zwei einander vollkommen gleichen, so bringt jedes Menschenleben neue Erscheinungen in der Liebe zur Entfaltung.
— Fanny Lewald
Seine Individualität wahren muss man immer, denn was sich nicht durch immer neue Selbsttätigkeit erhält, löst sich auf nach dem allgemeinen Gesetz des Werdens und Vergehens.
— Fanny Lewald
So verschieden die äußere Bildung der Menschen ist, so verschieden ist auch ihre innere Natur, ihr Leben und ihre Wünsche.
— Karoline Friederike Louise M. von Günderrode
Das Genie genügt allen und liefert etwas für alle. Die Vision des Künstlers ist so vollständig, dass sein Werk Stoff bietet für Leute jedes Berufs, jeder Lebensweise, jeder Wissenschaft.
— Hippolyte Taine
Es gibt vier Typen von Menschen in der Welt: die Liebenden, die Opportunisten, die Zuschauer und die Schwachsinnigen. Die letzteren sind die Glücklichsten.
— Hippolyte Taine
Überall, wo die Menschen eingeteilt werden in gute und böse, hat man die Menschen nicht verstanden.
— Heinrich Lhotzky
Raum für alle hat die Erde, wer aber gibt jedem die ihm gebührende Zeit?
— Theodor Toeche-Mittler
Das Geschöpf muss glauben, dass es nicht ist, um alles zu sein
— Simone Weil
Nur wer den Mut hat, alle Tage ein anderer zu sein, bleibt immer derselbe.
— Hermann Stehr
Wer seinen Weg kennt, schließt sich keiner Karawane an
Schlagt eure Zelte weit voneinander auf, aber nähert eure Herzen
Meine Wohnung kommt mir vor wie ein Heiligtum. Ich mag nur Menschen drin sehen, die ich wirklich mag. Alle anderen weise ich ab
— Franziska Gräfin zu Reventlow
Im Staat ist keiner überflüssig, so schlecht er sein mag von Natur, gebt ihm die rechte Stelle nur
— Karl Wilhelm Ramler
Jeder, der versucht aus der großen Herde, die da heißt ›Gesellschaft‹, auszubrechen, ruft das Mißfallen der Herde hervor.
— Francesco Petrarca
Was das Volk über mich urteilt, ist mir so gleichgültig wie das Urteil einer Herde blöden Viehes
— Francesco Petrarca
Die Vollkommenheit hat kein Ich, der Heilige hat keinen Verdienst, der Weise hat keinen Namen.
— Chuang-tzu