Sprüche und Zitate von Francesco Petrarca
55 Zitate — Seite 2
Gewisse Dinge lernt man auf keine Weise leichter als durch Gegensatz.
Und wenn schon in keinem Lebensalter irgend etwas von langer Dauer ist, so ist im Alter alles auf das kürzeste befristet.
Dem Lorbeer verdanke ich nichts an Wissen, wohl aber viel an Neid und Anfeindung.
Auch große Kraft wird schwach unter dem Gegendruck von noch größerer Kraft, und dem Zwang des Unvermeidlichen muss alles erliegen.
Alle Lust der Welt ist ein kurzer Traum nur!
Lerne zu vergessen, was nutzlos ist, und erinnere dich mit Liebe an alles Schöne
Die Laster tragen Masken, und schreckliche Ungeheuer verbergen sich in schönen Fellen.
Jeder, der versucht aus der großen Herde, die da heißt ›Gesellschaft‹, auszubrechen, ruft das Mißfallen der Herde hervor.
Wenn du nach der Macht strebst nur um Sicherheit und Frieden zu haben, ist es so, als ob du einen Vulkan erkletterst, um dich vor dem Sturm zu schützen.
Weil es unmöglich ist, äußerlich der zu sein, der du möchtest, werde innerlich zu dem, der du sein sollst
Keine Ermüdung ist größer als die des Geistes.
In Wahrheit sind wir alle Staub und Schatten, in Wahrheit ist die Gierde blind gefräßig, in Wahrheit trügerisch ist jedes Hoffen
Es ist die Natur des Reichtums, dass mit seinem Wachsen auch der Durst nach ihm, die Armut, wächst
Die Weisen sagen, der Gegenstand des Willens sei die Güte, der des Verstandes die Wahrheit. Wertvoller aber ist es, das Gute zu wollen, als das Wahre zu erkennen
Bisweilen schmerzt mich anderer Leute Unglück mehr als das eigene
Keine Wunde ist in mir so vernarbt, dass ich sie ganz vergessen könnte
Was das Volk über mich urteilt, ist mir so gleichgültig wie das Urteil einer Herde blöden Viehes
Der Mann hat anderes zu tun als der Jüngling
Du leidest an einer alten Krankheit? Willst du nicht ein altes Mittel dagegen nehmen?
Du leidest an einer unheilvollen Seelenkrankheit. Die Modernen nennen sie Schwermut, die Alten hießen sie geistige Trägheit