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Sprüche und Zitate von François de la Rochefoucauld

128 Zitate — Seite 6

  1. Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen.

  2. Es ist schwierig, zu beurteilen, ob ein aufrichtiges und ehrliches Benehmen das Ergebnis der Anständigkeit oder der Berechnung ist.

  3. Eine schöne Handlung aus vollem Herzen loben heißt in gewissem Sinne an ihr teilhaben

  4. Der Wunsch, klug zu erscheinen, verhindert oft, es zu werden.

  5. Wer stark und wer kaum mehr liebt, ist gleich schwer zu befriedigen.

  6. Mit dem Glück muß man es machen wie mit der Gesundheit: Es genießen, wenn es günstig ist, Geduld haben, wenn es ungünstig ist, und zu gewaltsamen Mitteln nur im äußersten Notfall greifen.

  7. Aus manchen schwierigen Lebenslagen kann man sich nur mit ein wenig Tollheit retten.

  8. Würde ist eine körperliche Kunst, erfunden, um die Mängel des Geistes zu verbergen.

  9. Wer den Pflichten der Dankbarkeit nachkommt, darf sich nicht einbilden, dankbar zu sein.

  10. Die Unerschütterlichkeit der Weisen ist nichts anderes als die Kunst, Stürme in ihrem Herzen zu verschließen.

  11. Man darf sich nicht kränken, wenn uns andere nicht die Wahrheit sagen: denn wir sagen sie uns oft selber nicht

  12. Oft beklagen wird das Unglück unserer Feinde mehr aus Stolz als aus Mitleid. Um ihnen zu zeigen, dass wir erhaben über sie sind, geben wir ihnen Beweise unseres Mitleids

  13. Es ist leichter, anderen mit Weisheiten zu dienen, als sich selbst.

  14. Wer glaubt, dass er auf alle Welt verzichten könnte, täuscht sich. Aber wer glaubt, dass man auf ihn verzichten könnte, täuscht sich noch viel mehr.

  15. Das Gemüt hat mehr Mängel als der Verstand.

  16. Schmeichelei ist eine falsche Münze, die ihren Kurswert nur durch unsere Eitelkeit erhält.

  17. Nichts schmeichelt mehr unserm Stolz als das Vertrauen der Großen, weil wir es für eine Wirkung unseres Verdienstes halten. Wir vergessen, dass es sehr oft aus Eitelkeit oder aus dem Unvermögen entspr …

  18. Jugend ist beständige Trunkenheit: sie ist das Fieber der Vernunft.

  19. Die Bescheidenheit ist wie die Enthaltsamkeit: man würde wohl gerne mehr essen, fürchtet aber, dass es einem übel bekommt

  20. Lob ablehnen heißt: zweimal gelobt sein wollen.