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Sprüche und Zitate von François de la Rochefoucauld

128 Zitate — Seite 3

  1. Die Natur gibt einem Menschen seine Fähigkeiten, und das Glück bringt sie zur Wirkung.

  2. Mancher ist einem trotz seines Verdienstes zuwider, und mancher trotz seiner Fehler angenehm.

  3. Es gibt Menschen, die sich nie verlieben würden, wenn sie nicht Gespräche über die Liebe gehört hätten.

  4. Nichts sollte unsere Selbstzufriedenheit so sehr vermindern wie die Erkenntnis, dass wir heute verwerfen, was wir morgen billigen.

  5. Trennung läßt matte Leidenschaften verkümmern und starke wachsen, wie der Wind die Kerze verlöscht und das Feuer entzündet.

  6. Die Jugend wechselt ihre Neigungen aus Lebenslust, das Alter bewahrt sie aus Gewohnheit.

  7. Was uns gewöhnlich hindert, unsere Freunde auf den Grund unseres Herzens blicken zu lassen, ist nicht so sehr Misstrauen gegen sie als gegen uns.

  8. Man ist manchmal von sich selbst so verschieden wie von anderen.

  9. Obwohl die Menschen sich auf ihre grossen Taten etwas zugute tun, sind diese doch oft nicht Resultate eines grossen Planes, sondern des Zufalls.

  10. Die Torheit begleitet uns in allen Lebensperioden. Wenn einer weise scheint, liegt es daran, dass seine Torheiten seinem Alter und seinen Kräften angemessen sind.

  11. Der Geist der Frauen stärkt eher ihren Leichtsinn als ihre Vernunft.

  12. Ein Weltmann weiß seine Bildung zu verbergen

  13. Schüchternheit ist ein Fehler, den man nicht tadeln darf, wenn man ihn heilen will.

  14. Trennung lässt matte Leidenschaften verkümmern und starke wachsen.

  15. Selbstvertrauen ist die Quelle des Vertrauens zu anderen.

  16. Ein geistreicher Mensch wäre oft recht in Verlegenheit ohne die Gesellschaft der Dummköpfe.

  17. Man verachtet nicht alle, welche Laster haben, wohl aber jeden, der keine Tugend hat.

  18. Es ist schwer, die Liebe zu definieren. In der Seele ist sie eine Leidenschaft zu herrschen, im Verstande Sympathie, im Körper ein geheimnisvoller Drang zu besitzen

  19. Was Grazie dem Körper ist Klarheit dem Geist.

  20. Man gibt Ratschläge, aber die Ausführung bringt man keinem bei.