Sprüche über Familie und Verwandtschaft
107 Sprüche — Seite 2
Wenn Kinder und Narren zu Markte gehen, lösen die Krämer Geld.
Ist eine Mutter noch so arm, so gibt sie ihrem Kinde warm.
Was einer daheim hat, das braucht er nicht aussen zu suchen.
Man küsst das Kind oft um der Mutter willen.
Der Vater sieht nicht wohl, die Mutter drückt ein Auge zu.
Mutterschoß ist warm, aber arm.
Wer keine Kinder hat, weiß nicht, warum er lebt.
Böse Eltern machen fromme Kinder.
Draussen hat man hundert Augen, daheim kaum eins.
Ich bin meiner Mutter nicht an den Zehen gewachsen.
Fleissige Mutter hat faule Töchter.
Vatersegen baut den Kindern Häuser, Mutterfluch reißt sie nieder.
Brüder haben ein Geblüte, aber selten ein Gemüte.
Eine Mühle, die nicht umgeht, ein Backofen, der nicht heizt und eine Mutter, die nicht gern daheim ist, sind unwert.
Wenn du deinen Sohn mit Füßen treten willst, so zieh vorher die Schuh aus.
Nichts lieber als Kindeskind.
Die Eltern haben die Kinder lieber als die Kinder die Eltern.
Wenn die Kinderschuhe zerbrochen sind, legt man Stiefel an.
Bruderliebe sieht oft trübe.
Die Tochter frißt die Mutter.