Sprüche und Zitate von Wilhelm Raabe
66 Zitate — Seite 3
Auch der ärmste Mensch kann zuletzt den Hunger und die Sorge nicht mehr ertragen, und leider macht er dann keine schriftlichen Eingaben an die Behörden, sondern er schlägt mit der Faust an die Tür der …
✦ 3.6Dass man die größten Wunder zu Hause erlebt, lernt man erst in der Fremde
✦ 3.6Gott sei dank, dass der Spaß nicht totzukriegen ist auf dieser so sehr mürrischen Welt!
✦ 3.6Erkenntnis macht frei, Bildung fesselt, Halbbildung stürzt in Sklaverei.
✦ 3.6Aufgeblasenheit ist der zuverlässigste Schwimmgürtel im Strom des Lebens
✦ 3.6Man muß sein Brot mit dem Messer schneiden, das einem das Schicksal, ob stumpf oder scharf, dazu in die Hand gibt.
✦ 3.5Deshalb fehlen wir, weil wir über des Lebens Einzelheiten alle uns den Kopf zerbrechen, um das Ganze aber niemand sich kümmert.
✦ 3.4Und wenn der Mensch noch so gerne immer in das Fernste schweifen möchte; er wird doch immer wieder mit der Nase auf das Nächstliegende gestoßen.
✦ 3.4Hübsch ist es zwar, wenn ein Künstler nicht zu fett wird, aber unbedingt nötig ist's gerade nicht, wenn er so mager bleibt.
Im Augenblick, wo der echte Künstler schafft, hat er weder Weib noch Kind und am allerwenigsten Freunde.
Wir bleiben immer Kinder, und so klug wir auch werden mögen, wir behalten immer die Lust, mit scharfen Messern und spitzen Scheren zu spielen.
Die Geschichte der Menschheit wie des Einzelnen beginnt mit einem Traum
Man muß in den Dreck hineingeschlagen haben, um zu wissen, wie weit er spritzt.
Wer reich wird, wird ärmer, denn er verliert viele Wünsche.
Was ist der Mensch? Jedenfalls nicht das, was er sich einbildet zu sein, nämlich die Krone der Schöpfung
Wir tragen den Frieden wie ein Gewand, an dem wir vorne flicken, während es hinten reißt
Wir leben in einer Welt, in der ein jeglicher bei weiten mehr auf die Schwächen, Laster und Untugenden des anderen angewiesen ist als auf seine Tugenden.
Durch albernes Geheule wird nie was in er Welt gebessert.
Es sind nicht immer die, die vom Publikum Meister genannt werden und sich selber so nennen, die ihr Bestes tun.
Das Genie macht die Fußstapfen, und das nachfolgende Talent tritt in dieselben hinein, tritt sie aber schief.