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Sprüche über Traurigkeit

177 Sprüche — Seite 9

  1. Es gibt eine Nüchternheit, die besonders traurig ist: jene, der kein Rausch vorherging.

    Otto Weiss

  2. Der betrauert die Toten, der nach ihrem Wunsche lebt.

    Edward Young

  3. Gar oft weint man im Herzensgrund, wo doch lachen muss der Mund.

    Bernhard Freidank

  4. Im allgemeinen unterschätzt man das Liebesleid der frühen Jugend, weil man es so leicht vergessen sieht.

    Fanny Lewald

  5. Die Schmerzen und Kämpfe einer Seele kann auch nur eine verwandte Seele empfinden.

    Wilhelmine von Hillern

  6. Es ist sehr traurig bemerken zu müssen, wie uns der Egoismus allenthalben nachschleicht und uns oft da am nächsten ist, wo wir ihn am fernsten von uns glaubten.

    Karoline Friederike Louise M. von Günderrode

  7. Traurigsein ist wohl etwas Natürliches. Es ist wohl ein Atemholen zur Freude, ein Vorbereiten der Seele dazu.

    Paula Modersohn-Becker

  8. Ich weiß, ich werde nicht sehr lange leben. Aber ist das denn traurig? Ist ein Fest schöner, weil es länger ist?

    Paula Modersohn-Becker

  9. Tränen sind kein Zeichen der Schwäche. Sie reinigen die Seele von Schwermut und Pein.

  10. Tränen sind das Salz des Lebens, wenn es aber versalzen ist, bleibt ein unauslöschlicher Durst zurück.

    Friedrich Schleiermacher

  11. Bittere Tränen verwandelt die Liebe in Tränen der Wonne.

    Johann Kaspar Lavater

  12. Tränen kann man trocknen, aber das Herz – niemals.

    Margarete von Valois

  13. Zeig' deine Tränen nicht; den Freund betrübest du vergebens nur, und ach, dein Feind – er lacht dazu.

    Friedrich Julius Hammer

  14. Es ist eine traurige Stärke des Alters, dass es auf alles verzichten kann.

    August Pauly

  15. Vernunftgründe sind nutzlose Medizin bei moralischen Krankheiten.

    Heinrich Martin

  16. Trennen ist ein Sterben, Schlägt die Welt in Scherben.

    Max Dauthendey

  17. Wir lieben die, die mit uns weinen

    Karl Detlef, Pseudon.v. Klara Bauer